Am Rande Wahlsonntag, 17.20 Uhr: Guten Morgen, Speyer!

Es ist keine Qual, aber ganz einfach ist das mit der Wahl nicht ...
Es ist keine Qual, aber ganz einfach ist das mit der Wahl nicht ...

Zur Gültigkeit der Bundestagswahl werden wohl auch noch Gerichte bemüht. Wegen kleinerer Kuriositäten in Speyer dürfte das nicht nötig sein.

„Eigentlich hat hier den ganzen Tag das Telefon geklingelt.“ Ernst Müller schmunzelt. Der Abteilungsleiter in der städtischen Hauptverwaltung ist für die korrekte Abwicklung der Wahl zuständig und war deshalb am Sonntag immer wieder Auskunftgeber bei Unklarheiten in Speyers 59 Stimmbezirken.

Müllers Schmunzeln hat auch mit den besonderen Fällen zu tun. Da war etwa der Bürger, dessen Nummer im Wählerverzeichnis von der auf der Wahlbenachrichtigung abwich – bis klar wurde, dass er versehentlich das längst nicht mehr gültige Dokument von der Europawahl 2024 vorgelegt hatte. Zum Kopfschütteln wurde Müllers Reaktion, als er 40 Minuten vor Start der monatelang vorbereiteten Auszählung die telefonische Nachfrage eines Speyerers erhielt, „wie das ist mit der Wahl und wo er hin muss“.

Was ist mit dem Landrat?

Ein anderer Ärger, der es sicher nicht vors Verfassungsgericht schaffen wird, schlug in der RHEINPFALZ-Redaktion auf: Ein motivierter Wähler wunderte sich, weil er zwar einen Stimmzettel für die Bundestagswahl, allerdings nicht für die Landratswahl im Rhein-Pfalz-Kreis erhalten hatte. Auch hier war die Ursache schnell gefunden: Der Mann wohnt in Speyer – und dort wäre der Landrat vielleicht gerne zuständig, ist es aber nicht.

Und so wurde auch bei dieser Wahl wieder gezählt, geschwitzt und geschmunzelt, bis irgendwann nach 22 Uhr das Speyerer Ergebnis stattfand. Dass eine gefühlte Ewigkeit auf den letzten von 59 Stimmbezirken gewartet werden musste, hatte übrigens mit Nachzählungen wegen voneinander abweichender Werte zu tun ...

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