Speyer Viele verschiedene Torschützinnen
«Römerberg.» „Mit dem Aufstieg habe ich nicht gerechnet, aber insgeheim schon sehr darauf gehofft, da viele Spielerinnen in der A-Klasse unterfordert waren“, sagte Michael Meyer, der Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen des TuS Heiligenstein II. Der Verband bot Vize-Meister Heiligenstein an, in die Verbandsliga zu gehen, damit dort genügend Teams am Ball sein können.
Die Verzahnung mit der Pfalzliga-Sieben des TuS ist groß. Nicht nur weite Teile der Vorbereitung absolvierten beide zusammen. In der kommenden Runde laufen auch Spielerinnen des im Durchschnitt weit unter 21 Jahre alten zweiten Teams bei Bedarf in der Pfalzliga oben auf. Unter anderem deswegen nahm Heiligenstein die Aufstiegsmöglichkeit wahr: Die Weiterentwicklung der Akteure soll unter anspruchsvolleren Wettkampfbedingungen gefördert und diese an die erste Vertretung herangeführt werden. Torfrau Nadja Grafetstetter hörte wegen einer Rückenverletzung auf. Celine Reichert ging zur TG Waldsee, und Kristin Jakob gibt ihrer Ausbildung den Vorzug. Die Neuen kommen alle aus dem eigenen Nachwuchs: Leonie Kinsler, Mariella Uzelac, Celine Müller, Vanessa Onohiol und ab Dezember auch Maria Kögel, alle mit den A-Juniorinnen Vizemeister in der Oberliga. „Unser Ziel ist es, einen guten Mittelfeldplatz zu erreichen“, teilte Meyer mit. Durch viele Spielgemeinschaften und neue Mannschaften veränderte sich die Liga seiner Ansicht nach sehr. Seine Favoriten sind Mitaufsteiger TSG Haßloch und die neue SG Hochdorf/Assenheim/Dannstadt. In der Vorbereitung legte Meyer zunächst Wert auf Kraft und Ausdauer. Crossfit-Einheiten in Speyer sorgten in diesen Bereichen für eine starke Verbesserung. Ab August frischten die Römergerinnen im Hallentraining die Spielzüge auf und machten die fünf Neuen mit dem Konzept vertraut. Meyer setzte auf viele Trainingsspiele – mit Erfolg, wie er glaubt. Denn die Ergebnisse fielen durchweg positiv aus. Auf die Deckungsarbeit legte er sehr viel Wert: „Wir haben viele verschiedene Formationen getestet, um uns individuell auf den Gegner einstellen können.“ Allerdings hakt es hier und da noch. Meyer ist stolz auf seinen hoch motivierten und ausgeglichenen Kader. Als Beleg führt er die Torschützen in den Trainingsspielen an, in denen sich immer fast alle Spielerinnen mehrfach in die Liste eintrugen. Der Coach im GGespräch mit der RHEINPFALZ: „Dies wird hoffentlich ein Schlüssel zum Erfolg sein, weil man uns nur schwer einschätzen kann. Einige können aber noch mehr aus sich rausholen.“