Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Verdächtige Aufschrift: Polizei rückt zu Schule aus

Polizeiinspektion Speyer: Beamte in der „Siedlung“ gefragt.
Polizeiinspektion Speyer: Beamte in der »Siedlung« gefragt.

Die Polizei musste am Montag zur Siedlungsrealschule ausrücken, weil ein Fund dort als Amokdrohung verstanden werden konnte. Sie gab aber schnell Entwarnung.

Es war nicht der erste Fall an der weiterführenden Schule im Speyerer Norden: Schon im Juni hatte es dort mehrere Schmierereien gegeben, die sich als Amokdrohungen interpretieren ließen, in einem Fall sogar verbunden mit einem konkreten Datum. Damals war ein Verdächtiger ermittelt worden. Soweit ist es diesmal noch nicht, wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz auf Anfrage mitteilt. Ermittelt werde wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“. Diese kann nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuches mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldbuße bestraft werden.

Am Montag soll im Treppenhaus ein kleiner Klebezettel mit der Aufschrift „Amok kommt“ gefunden worden sein. Die Polizei fuhr vor Ort und fand einem Sprecher zufolge keinen Hinweis auf eine tatsächliche Gefahrenlage. Die Sache sei „unspezifisch“ geblieben. Den Ordnungshütern gehe es in solchen Fällen einerseits um die Gefahrenabwehr, andererseits um die Strafverfolgung. Die Schule hat eine Anfrage zu dem Fall am Dienstag nicht beantwortet.

Der Vorfall passt in eine Reihe von Taten, die in diesem Jahr für Unruhe an Speyerer Schulen geführt haben. Bekannt wurden auch eine verdächtige Schmiererei auf einer Schultoilette in der berufsbildenden Johann-Joachim-Becher-Schule sowie ein Fall von der Integrierten Gesamtschule, bei der sich ein Schüler bedrohlich geäußert haben soll und die Ermittler eingeschaltet waren. Wie oft die Polizei insgesamt an einzelne Schulen kommen muss, werde nicht mehr mitgeteilt, so das Polizeipräsidium: „Die Zahlen sind nicht valide feststellbar.“

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