Fussball
Verbandspokal: TuS Mechtersheim schaltet auch Arminia Ludwigshafen 4:2 aus
TuS Mechtersheim steht im Halbfinale des Verbandspokals. Im strömenden Regen besiegte er vor 430 Zuschauern den klassenhöheren FC Arminia Ludwigshafen mit 4:2 (2:1). Am Ende war der Erfolg glücklich. Die von Trainer Nauwid Amiri in der gewohnten Stammelf aufs Feld beorderten Gastgeber begannen überlegen. Nachdem Can Güney bei der ersten Möglichkeit noch geblockt wurde (7.), machte es Nico Pantano besser: 25 Meter vor dem Tor der Gäste hatte er zu viel Platz und nahm Maß. Der Schuss schlug passgenau im linken Winkel zum 1:0 ein (14.). Nach diesem Tor machte Kevin Urban den Platz im Kasten verletzungsbedingt für den ehemaligen TuS-Keeper Peter Klug frei. Und der bekam in seinem Strafraum einiges zu sehen.
Nachdem Marcel Bormeth (17.), Aleksandar Biedermann (29.) und Edonart Leposhtaku (30.) weitere gute Möglichkeiten ausgelassen hatten, führte ein Beinahe-Eigentor des Arminen-Verteidigers Lukas Hartlieb zu einer Ecke, die Leposhtaku aus sieben Metern zentral zum überfälligen 2:0 einköpfte (32.). Von der Arminia war lange nichts zu sehen. Aus heiterem Himmel der Ausgleich: Der Armine Yassin Memokoh wurde im Strafraum von Mate Bozic getroffen, den fälligen Elfmeter verwertete Ricardo Antonaci links unten (45.+3).
Schubach verfehlt
Nach der Pause war es ein Spiel mit umgekehrten Vorzeichen. Nachdem Andrew Wooten noch Lion Schubach gut eingesetzt hatte, der den Kasten verfehlte (65.), sorgte der Ex-Mechtersheimer Maximilian Krämer nach einer Flanke von Steffen Straub am Fünfmeterraum für den Ausgleich (70.). Nun waren die Gäste am Drücker, waren mehrfach nah am 2:3, Memokoh (79.) und Krämer (83.) ließen die besten Möglichkeiten aus. Nachdem auch Biedermann aus drei Metern die erneute Mechtersheimer Führung verpasste (80.), war es wieder ein Strafstoß, der das Spiel entschied: Nach einer abgewehrten Ecke drang Güney in den Strafraum ein, passte auf Leposhtaku, der fiel. Die Arminen waren außer sich, als Schiri Jannick Ziehmer auf den Punkt zeigte. „Das war kein Elfmeter, 14 Beine gehen zum Ball, irgendwo ist noch Wasser dazwischen, aber es ist halt so“, sagte FC-Coach Matteo Monetta, der beklagte, dass seine Elf aus den Chancen der zweiten Hälfte nach einer Umstellung zu wenig gemacht habe. Wooten war es egal, er verwandelte sicher links unten (90.+2).
Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Talha Baylan: Nachdem Klugs Pass in einer Pfütze liegenblieb, schaltete er schnell und schob das Leder ein (90.+4). Danach gingen die Emotionen hoch: Cool-Down-Phase, ehe die letzten Minuten zu Ende gespielt wurden und nach 100 Minuten Schluss war. Kleinere Tumulte und Böllerwürfe danach blieben folgenlos.
Für TuS-Trainer Nauwid Amiri, der sich wegen überkochender Emotionen entschuldigen ließ, sagte Sportdirektor Heiko Magin: „Wir hätten zur Pause schon 4:1 führen müssen, danach hatten wir nicht viel vom Spiel. Den Elfmeter haben wir dann angenommen, und jetzt sind alle glücklich. Es war emotional, aber auf dem Feld blieb es fair.“