Fussball
Verbandsliga: Sören Pätzold die neue Nummer 1 im Tor von TuS Mechtersheim
Sören Pätzold wurde im Tor des TuS Mechtersheim beim 2:0-Auswärtssieg in Steinbach eine starke Leistung bescheinigt. Der 21-Jährige will auch am Sonntag (15 Uhr) beim SV Morlautern die Null halten. In seiner neuen Mannschaft ist er angekommen, mit einem bildet er ein besonders gutes Team.
Pätzold ist Ludwigshafener, spielte dort mit jeweils einjährigen Intermezzos bei Südwest beziehungsweise Arminia die ganz Jugendzeit seit dem vierten Lebensjahr beim Ludwigshafener SC, seit er zehn war auch mit dem heute ebenfalls beim TuS Mechtersheim kickenden Can Güney. Mit dem Wechsel in die Aktivität folgte der Wechsel zur TSG Pfeddersheim, damals noch Oberligist.
Torwartdynastie Pätzold
„Mit dem LSC war das abgesprochen, ich wollte so hoch spielen, wie es möglich war“, erklärt der Torhüter, der seine Berufung schon sehr früh fand: „Als ich vier, fünf Jahre alt war, wechselte der Torwart bei uns noch in jedem Spiel. Als ich dran kam, machte ich meine Sache gut und mein Vater, auch ein ehemaliger Torwart, lobte mich so sehr, dass ich dann fest im Tor blieb.“
Dennoch besticht Pätzold auch fußballerisch auf seiner Position, ist bei Ballbesitz eine Art Libero, der vor dem Strafraum in den Mechtersheimer Spielaufbau voll eingebunden ist. Nach dem zweiten Abstieg in Serie mit der TSG suchte er eine neue Herausforderung und landete beim TuS, auch weil er von Trainer Nauwid Amiri schon in Pfeddersheim das Vertrauen als Nummer eins geschenkt bekam.
Schmerzhafte Abstiege
Zwischenzeitlich musste er den Platz zwischen den Pfosten auch verletzungsbedingt räumen, stand am Saisonende aber wieder im Tor. Dass sowohl sein Team als auch der TuS die Runde mit Abstiegen beendet haben „tat sehr weh“. Wichtig ist es ihm, den Spaß am Fußball zu behalten, aber er will auch erfolgreich sein.
Für den TuS sprach, dass das Team auf spielerische Lösungen setzt „und nicht nur den Ball irgendwie nach vorne bolzt“. Seine Erwartungen haben sich bislang erfüllt, „und im Verein tut jeder alles dafür, dass wir erfolgreich sein können“, stellt der 1,87 Meter große Torhüter fest. Er lebt noch im Elternhaus, ist Single, und nach seiner Ausbildung als Sozialassistent ist noch offen, wie seine berufliche Laufbahn weiter verlaufen soll.
Ofosohene loyal
Beim TuS bildet Pätzold mit Precious Ofosohene das Torhütergespann. „Wir sind ganz klar ein Team, er ist ein guter Torwart, aber wenn ich meine Leistung bringe, wusste ich, dass ich die Nummer eins bin. Jedoch ist Precious der Erste gewesen, der mich nach dem Pokalerfolg gegen Herxheim, bei dem ich gut gehalten habe, umarmt hat. Das sagt alles.“
Ärgerlich sei der Ausgleich gegen den FK Pirmasens II gewesen, weshalb der TuS nicht optimal in die Saison kam. Die kommende Aufgabe in Morlautern sei „in der Oberliga eines der ekligsten Auswärtsspiele“ gewesen: „Die sind sehr heimstark, kompakt, aber dennoch torgefährlich. Trotz des 0:6 von Zeiskam muss man da auf alles gefasst sein“, sagt Pätzold zum Spiel am Sonntag.
Mittel- und langfristig plane er nicht. Allerdings: Würde es ein Angebot eines Regionalligisten geben, dann sei das interessant, allerdings wohl nur dann, wenn es die Option gebe, dort auch spielen zu können: „Für einen jungen Torwart ist das Spielen wichtig, um sich weiterzuentwickeln“, ist der im Allgemeinen sehr sportbegeisterte junge Mann überzeugt, dass ein Bankplatz ihm nicht guttäte. Um sich weiter zu verbessern, spielt er auch Tennis: „Die schnellen Reaktionen, die Beinarbeit und das Ausgucken des Gegners, das sind Dinge, die ich im Fußball auch nutzen kann“, erklärt er.