Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Mechtersheim verliert bei BW Karbach 0:3

Diesmal unglücklich: Dennis Arnst (blau).
Diesmal unglücklich: Dennis Arnst (blau).

Es war besser als beim Desaster zuletzt gegen Morlautern, wie Teammanager Dieter Demmerle beobachtete. Dennoch verlor TuS Mechtersheim in der Oberliga auch bei BW Karbach 0:3 (0:2) und klebt weiter ganz unten fest.

„Das Spiel dürfen wir nicht verlieren“, sagte Demmerle im Gespräch mit unserer Zeitung: „Offensiv waren wir sehr, sehr gut und auch spielerisch besser.“ Die Gegentreffer seien durch Leichtsinnsfehler gefallen. Das 1:0 für Karbach kam nach einem weiten Einwurf Tim Puttkammers zustande: „Der kann weit schmeißen.“ Das sei bekannt gewesen.

Kramny moderat

Zu null unterlegen, aber im Angriff stark? Der Teammanager zählte Riesenchancen für Dennis Arnst, Abdulkerim Cakar und Philippe Severo da Silva vor dem Rückstand auf, einen Pfostenkopfball danach. Doch BW erzielte das 2:0 nach einem Konter: „Das ist typisch für unserer Spiele dort. Sie standen stabil und haben dann am zweiten Pfosten abgelegt.“ Nicht zum ersten Mal gerieten die Römerberger daher relativ deutlicher ins Hintertreffen.

Mechtersheims Trainer Jürgen Kramny nahm wenig Veränderungen im Vergleich zu Morlautern vor. Demmerle: „Wir haben uns für die zweite viel vorgenommen.“ Er sprach gar vom Spiel auf ein Tor. Doch ob Cakar, einer der Rückkehrer, der zweimal im Eins-gegen-eins an Torwart Jona Bast verzweifelte, Arnst oder Josip Saravanja, es blieb beim 0:2.

Mechtersheim klammert

So kamen die Einheimischen durch einen laut dem TuS-ler umstrittenen Foulelfmeter zum 3:0 (64.). Ein langer Ball nach einem Standard ging voraus. „Wenn wir das 1:2 gemacht, hätten, es wären noch 25 Minuten zu spielen gewesen.“ So hoffen sie in Mechtersheim und klammern sich an Strohhalme.

„Wir wussten, dass es schwer wird. Das ist ja öfter so in Mechtersheim“, meinte Demmerle: „Ich würde nicht sagen, dass die Qualität fehlt. Es ist die Erfahrung. Es ist normal, dass das Zeit braucht. Es ist ein großer Schritt aus dem Jugendbereich.“ Der Glaube, dass Besserung eintrete, bestehe.

Demmerle zuversichtlich

Der Funktionär geht von einer viel geringeren Anzahl an Absteigern nach 2023 und 2024 aus: „Drei, vielleicht sogar nur zwei.“ Es gebe vier ganz starke Mannschaften, ansonsten enge Partien. Dem Tabellenzweiten schreibt er in der Qualifikation zur Regionalliga gute Chancen zu: „Die beiden anderen Ligen sind nicht so stark.“

„Wenn es irgendwann mal für uns nicht reicht, ist das kein Beinbruch“, so Demmerle: „Wir spielen 20 Jahre Oberliga. Bei anderen ist da ein ganz anderes rauf und runter.“ In Vorstand und Verein mache sich keine Panik bereit. Ausgeschlossen seien Verstärkungen im Winter nicht. Der TuS habe sich ja um Erfahrung bemüht, Gespräche mit drei 29- bis 32-Jährigen geführt: „Es war aber nicht machbar.“

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