Handball
TuS Heiligenstein gewinnt ganz knappes Spiel
Dazu trägt aber ein äußerst schiefes Tabellenbild bei. Denn HSG Ketsch/Friesenheim III trug schon sechs Partien aus. HSG Dudenhofen/Schifferstadt gehört zu den vier Vereinen, die erst dreimal antraten. „Das ist wirklich extrem seltsam, total verquert“, sagte Uwe Geier, Spielleiter des TuS Heiligenstein, im Gespräch mit unserer Zeitung.
Lösungsvorschläge
Natürlich liefert er die Erklärung: Der Spielplan beziehe sich auf ein Zwölferfeld wie im vergangenen Jahr. Also pausieren automatisch zwei. Zwei spielfreie Wochenenden am Stück seien nun denkbar: „Man muss sich mal vorstellen: Man steht hinten drin und hat dann zwei Wochen frei“, so Geier. Ein späterer Saisonbeginn oder Verzicht auf alle Termine an den Herbstferienwochenenden hält er für eine bessere Lösung: „So spielen wir jetzt mit zehn Mannschaften über sieben Monate. Das trägt sicherlich nicht zur Attraktivität bei.“
Immerhin entzerrt sich die Lage zum Saisonende, wenn eher vier und fünf Partien am Wochenende anstehen als drei, um Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen. Doch die Klasse schrumpfte aufgrund struktureller Probleme in der Pfalz nach Abmeldungen und Zusammenschlüssen. Am Wochenende verlor Dudenhofen/Schifferstadt bei der Spielgemeinschaft Lambsheim/Frankenthal, der Auswahl des langjährigen Speyerers Jürgen Voigt, erstmals (31:36).
Vorsprung verspielt
Danach sah es für die Handballerinnen von Trainer Julian Großstück lange Zeit nicht aus. Denn sie legten zunächst immer ein Tor vor, setzten sich nach dem 4:4 sogar auf 9:4 und 10:5 ab. Auch beim 13:8 betrug der Vorsprung noch fünf Treffer, ehe Dudenhofen/Schifferstadt sechs Tore in Folge hinnahm.
Selbst nach dem Seitenwechsel (14:14) lag die HSG noch zweimal vorne und blieb stets dran, ehe sich Lambsheim/Frankenthal in der Schlussphase entscheidend absetzte. Zwei Disqualifikationen in der zweiten Hälfte schwächten die Gäste, für die Leah Ziegler (8) am häufigsten traf.
Enges Match
Eng ging’s beim TuS Heiligenstein zu, der sich bei VTV Mundenheim II 23:22 (10:13) im Nachholspiel behauptete, trotz viele Ausfälle, wie Geier mitteilte. Denn zum Terminplan kommen übliche Verlegungen zur ohnehin krummen Tabelle hinzu. Dieses Match nahm einen umgekehrten Verlauf. Die Zweite schaffte einen Blitzstart (4:1, 5:2).
Doch Heiligenstein konterte und drehte beim 6:5 den Spieß um. Unmittelbar nach Wiederanpfiff brachte Mundenheim vier Tore zwischen sich und den TuS. Auch hier sicherten die Römerbergerinnen in der Schlussphase die Punkte. Dazu trug die Siebenmeterquote bei. Denn während die Gäste alle drei Versuche verwandelten, patzten die VTV bei ihren acht dreimal. Michelle Wilde warf acht Tore.