Adventskalender Turnend auf die Grundschule vorbereiten

Mit Schwungtuch: Kita-Projekt im Judomaxx.
Mit Schwungtuch: Kita-Projekt im Judomaxx.

Der „Adventskalender der guten Taten“ macht heute in Speyer Station. Hier läuft ein Bewegungsprojekt, das auf Unterstützung angewiesen ist.

Möglichst viele Speyerer Vorschulkinder sollen im Jahr vor der Einschulung an einem wöchentlichen Bewegungsprojekt teilnehmen dürfen – und zwar mit professionellen Trainern in einer echten Sporthalle, die sie sonst vielleicht nie von innen sehen würden. Dieses Ziel hat sich der Stadtsportverband gesetzt. Er koordiniert sein „Kita-Projekt“ mit großem Einsatz. Damit es mit dem Auslaufen von Fördermitteln nicht sterben muss, hat sich jetzt sogar die Politik eingeschaltet.

Die politische Initiative stammt von Medizinerin Maria Montero-Muth aus der Fraktion „Unabhängig für Speyer“, wurde aber von allen befürwortet: Es wird ein Spendenaufruf gestartet, und notfalls soll die Stadt aushelfen, um die 15.000 Euro pro Schuljahr zusammenbekommen, falls das haushaltsrechtlich zulässig ist. Zunächst die AOK, dann die BASF, zuletzt eine Stiftung plus einige Serviceclubs hatten die Finanzierung in den vergangenen Jahren ermöglicht – eine dauerhafte Lösung ist das aber nicht.

Dabei ist das Projekt so wichtig. „Die heutige Kinderwelt ist keine Bewegungswelt mehr. Kinder sitzen zu viel und bewegen sich sitzend in einer digitalen Welt“, so Ärztin Montero-Muth, die in ihrem Plädoyer für das Projekt eine besorgniserregende Liste von Krankheiten folgen lässt, zu der das führen könne.

Die aktuell neun beteiligten Kitas turnen dagegen jede Woche an. Es ist für die Fünf- und Sechsjährigen ein Feiertag, wenn sie sich auf den Weg in nahegelegene Sporthallen machen und dort Spaß haben. „Vor allem geht es auch um soziale Kompetenzen, Empathie, Gruppenzugehörigkeit und Regelverständnis, das hilft ihnen danach richtig in der Schule“, sagt Mira Hofmann vom Judosportverein (JSV) Speyer.

Neben dem JSV stellen der TSV und der AV 03 Speyer Hallen und Trainer zur Verfügung. Die Vergütung, die sie dafür erhalten, ist der größte Kostenfaktor. Die Nachfrage sei größer als das Angebot, berichtet Hofmann. Es gebe zumindest eine weitere Kita, die gerne teilnehmen würde, wenn es noch Hallenkapazitäten gäbe – und natürlich genügend finanzielle Mittel.

Spendenkonto

Stadtverwaltung Speyer, IBAN DE20 5455 0010 0000 0015 86, Stichwort „Spende Kita-Projekt“

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