Römerberg RHEINPFALZ Plus Artikel Tierbedarfsgeschäft Katz und Maus: Ein Familienbetrieb im besten Sinn

Bietet ein breites Sortiment nicht nur an Leinen: Silvia Rettinger.
Bietet ein breites Sortiment nicht nur an Leinen: Silvia Rettinger.

Das Tierbedarfsgeschäft „Katz und Maus“ in Berghausen hält sich seit 2006 trotz mächtiger Konkurrenten wie „Fressnapf“ und Co. Wie schafft die alleinige Inhaberin das?

„Einmal ist einem Kunden am Sonntag das Waschpulver ins Hundefutter gefallen, da hat er mich angerufen und mich um Rat gefragt“, erzählt Silvia Rettinger. Sie ist die Betreiberin des Fachgeschäfts für Tierbedarf „Katz und Maus“ in Römerberg. Nicht nur bei diesem Problem stünden für sie die Kunden an erster Stelle: „Die Leute können auch kommen, wenn der Laden zu ist. Meistens bin ich da“, versichert sie. Wenn sie einmal nicht im Geschäft ist, sei sie in ihrem Zuhause anzutreffen, das direkt an die Verkaufsräume grenzt.

Das kleine Unternehmen „Katz und Maus“ liegt im Gewerbegebiet an der wenig befahrenen Werkstraße, Hausnummer 26a. Nach Aussage von Silvia Rettinger wohnen auch viele ihrer Familienmitglieder in der Straße – und packen kräftig mit an: Ihre drei Söhne und ihr Mann trügen regelmäßig die 1000 Kilogramm Hunde- und Katzenfutter, die jede Woche bei „Katz und Maus“ ankämen, in den Laden. Und ihre Tochter Sarah helfe so oft wie möglich beim Einräumen der Ware. Weil das Tierbedarfsgeschäft keine Mitarbeiter beschäftigt, ist die Inhaberin auf die Unterstützung der Familie angewiesen: „Ohne meine Familie ginge es nicht“, gibt Rettinger zu.

Gründung vor 17 Jahren

Die 63-Jährige hat das Unternehmen 2006 gegründet. Sie sei schon damals tierverliebt gewesen und habe sich selbstständig machen wollen. Privat habe sie zu dieser Zeit „vier Meerschweinchen, einen Hasen, einen Hund und einen Teich mit Fischen besessen“, berichtet die Einzelunternehmerin. Vor der Zeit als Selbständige habe sie eine Ausbildung zur Verkäuferin im Speyerer Haushaltswarengeschäft Christmann absolviert und dort 15 Jahre gearbeitet.

Viele der Kunden aus der Gründungszeit seien ihr als Stammkunden treu geblieben, betont Rettinger. Mit diesen habe sie irgendwann auch die Handynummern ausgetauscht. Ihre Kunden schätzten die persönliche Beratung, die Qualität der Artikel und die Sauberkeit im Laden, auf die sie großen Wert lege. Auch Sarah Rettinger bescheinigt ihrer Mutter eine ausgeprägte Kundenorientierung: „Silvia lebt für ihre Kunden.“

Lieferservice als Trumpf

Um sich gegen die großen Konkurrenten im Tierbedarfshandel behaupten zu können, kommt es laut der Inhaberin darauf an, attraktive Angebote zu machen, die es in anderen Geschäften nicht gibt. So biete „Katz und Maus“ einen kostenlosen Lieferservice bei einem Einkaufswert über 30 Euro an. Und jeden ersten Samstag im Monat stehe in den Verkaufsräumen von 9 bis 14 Uhr ein „Glücksrad“ , bei dem die Kunden Preise für ihr Haustier gewinnen könnten. Lebendtiere werden im „Katz und Maus“ jedoch nicht verkauft: „Lebendtiere sind eine große Verantwortung. Und dafür ist der Laden zu klein.“ Außerdem würde es ihr schwerfallen, sich von den Tieren zu trennen, gibt die Chefin zu.

Die Filiale in Römerberg wird wohl auch in Zukunft die einzige bleiben, denn Rettinger plant keine Expansion: „Es soll persönlich bleiben und Spaß machen, und so wie es gerade ist, macht es mir Spaß“, begründet die Geschäftsführerin. Den Umsatz ihrer Firma beziffert sie auf Anfrage nicht.

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