Speyer
Tennis: Wie die Vereine die Saison sehen
Fünf Varianten stellt der Pfalzverband vor. Neben einem „ganz normalen Ablauf“, auch eine Übergangsrunde wie bereits im Vorjahr ohne Auf- und Abstieg. Hinzu kommen Versionen nur mit Einzel und mit oder ohne Auf-/Abstieg sowie eine komplette Absage.
„Es handelt sich hier nicht um eine Abstimmung. Wir wollen möglichst eine einheitliche Lösung, um zu vermeiden, dass wir in der Ober- und Verbandsliga anders spielen, als von der Pfalzliga bis zur C-Klasse“, sagt Pfalz-Geschäftsführer Thomas Knieriemen.
„Wir wollen eine Gaudirunde, wie eine Art Übergangsrunde“, meint TC Dudenhofens Vorsitzender Thomas Varlemann. Er sehe insbesondere bei den Senioren-Teams die Angst vor dem Corona-Virus. Auch Sportwart Torsten Bücheler vom TC WR Speyer favorisiert eine solchen Rundenablauf. „Die regionalen Unterschiede sind zu groß für eine einheitliche Regelung.“
Spaß entscheidend
Noch in der vereinsinternen Abstimmung befindet sich TC Römerberg. „Es ist schwer, zu sagen. Wir würden auch nur Einzel ohne Auf- und Abstieg spielen. Es kommt mir mehr auf den Spaß an“, teilt Sportwart Bernhard Bockstiegel mit.
Möglichst einheitlich wolle sich der Verband mit dem Rheinland abstimmen, um von der C- Klasse bis hin zur Oberliga eine einheitliche Spielweise auf den Weg zu bringen. Jedoch wolle er sich dafür „nicht mit Gewalt verbiegen“. Vorerst noch unangetastet bleiben die Spieltermine im Juni und Juli.
Bis 10. Mai sollen weitere Schritte beschlossen werden. Der Geschäftsführer: „Dass überhaupt schon die Mai-Spieltage verlegt werden, macht wenig Sinn. Vier oder fünf Spieler haben mir schon berichtet, dass sie im September Urlaub gebucht haben, in der Hoffnung, auch fahren zu können. Ich selbst spiele dann Tischtennis“, erklärt Varlemann.
Normale Runde
Der Verband favorisiert die Durchführung einer gängigen Runde mit Doppel, Auf- und Abstieg. Knieriemen: „Wir hoffen schon, dass wir bald Doppel spielen können. Es ist fast überall möglich. In Koblenz ist aber zurzeit nur Einzel erlaubt. Ab einer 200er Inzidenz ist auch kein Wettkampf mehr möglich. Aber das entscheiden grundsätzlich die Ordnungsämter.“
Klar ist, dass Mannschaften, die sich für 2021 abmelden, bei ihrer Rückkehr eine Spielklasse tiefer aufschlagen und nicht in der untersten Liga, wie es die Wettkampfordnung vorsieht.
„In der Oberliga spielt man schon etwas ambitionierter“, sagt Torsten Bücheler von WR Speyer. Er sehe es auch als kritisch an, dass Spieler seines Teams zum Teil aus dem Ausland anreisten und tunlichst Planungssicherheit bräuchten.
Eng wird’s
Dennoch würde er sich freuen, wenn entsprechend der Planungen des Pfalzverbandes gespielt werden könne. „Wir wissen alle nicht, was in 14 Tagen ist. Ein bisschen Luft zur Planung haben wir noch“, informiert er. Er sehe durch die Verschiebung der Mai-Partien jedoch auch das Problem, dass die Platzressourcen bei der Vielzahl der Teams knapp werden .
Für Römerbergs Bockstiegel steht der Spaß im Vordergrund: „Es gibt Wichtigeres als Tennis. Zurzeit tritt das ambitionierte Tennis ohnehin etwas in den Hintergrund.“ Ihm fehlt derzeit ohnehin das Gesellige. „Für mich gehört es auch dazu, dass man sich nach den Spielen auf der Terrasse trifft.“
Dennoch freue er sich, dass zumindest trainiert werden dürfe und spricht sich für eine Runde in irgendeiner Art aus. „Schon im Vorjahr hat sich der Tennisverband Pfalz nicht mit Ruhm bekleckert“, spielt Dudenhofens Varlemann dagegen auf den Einbehalt von 75 Prozent der Meldegebühren an.
Varlemann kritisiert
Als Verein habe er ohnehin schon ein deutlich Minus gemacht. Durch die gezahlten Meldegebühren kamen weitere 1000 Euro hinzu. Auch sehe er die Medenrunde sehr kritisch: „Ich glaube nicht daran, dass wir spielen können. Es wird alles an den Inzidenzen festgemacht. Das würde heißen, dass ich in der einen Woche spielen kann und in der nächsten nicht.“
Eine Möglichkeit sehe er, dass Akteure durch Corona-Tests mehr Sicherheit erlangten. Unterschiede für Geimpfte und nicht Geimpfte wolle er vermeiden, was der Verein besprochen habe. „Wir sind heilfroh, Einzel zu spielen. Wenn wir den Zustand von August bekommen, Doppel zu spielen und anschließend eine Schorle trinken, das wäre super.“