SPEYER
Tennis: Hygienebeauftragter achtet auf alles
Bereits am Eingang zum Club-Gelände achtete der Hygienebeauftragte René Radler darauf, dass die Zuschauer ihre Personalien in eigens dafür vorbereitete Listen eintragen und vor Betreten der Anlage die Hände desinfizieren.
Ein Hygienekorb mit Desinfektionsmittel zur Reinigung der Spielgeräte, Papierhandtüchern, Schutzmasken und Spielbällen erwartete die Tennis-Cracks am Clubhaus, das sie nur im Einbahnverkehr über den Haupteingang erreichten.
Dunkle Wolken zogen auf, als Radler den Akteuren zwar weniger bedrohlich, aber durchweg klar und bestimmt weitere Verhaltensmaßnahmen vermittelte: „Abstand von 1,50 Metern einhalten beim Anstehen an der Theke, Markierungen befinden sich auf dem Boden, Umkleideräume und Duschen nur mit maximal zwei Personen betreten. Ansonsten das im Clubhaus ausgehängte Hygienekonzept einsehen und beachten.“
Versprechen eingehalten
Der Himmel klarte sich schnell auf. Der sportliche Wettkampf konnte beginnen. Beide Teams legten einen glänzenden Saisonstart hin: Speyer siegte beim TC Haßloch mit 17:4, und Dudenhofen schlug TC Mutterstadt III 16:5 – gute Voraussetzungen für eine spannende und gutklassige Auseinandersetzung.
Obwohl die Spielrunde ohne Auf- und Absteiger an Reiz einbüßte, hielt die Partie, was sie versprach. Die Zuschauer sahen tolle Ballwechsel und spannende Matches. Auf der Spitzenposition bot Speyers Kapitän Markus Maier gegen Benjamin Adam eine solide Vorstellung.
Nach 6:2 in Durchgang eins behielt er auch im zweiten 6:2 die Oberhand. Beide zeigten aggressives Angriffstennis, gepaart mit gefühlvollen Slice-Stopps, häufig mit dem besseren Ende für den SW-Crack.
Aufblitzendes Können
Adam ließ zwar immer wieder sein Können aufblitzen, produzierte aber auch viele leichte Fehler. Letztlich fehlte dem Physiotherapeuten der deutschen Damen-Turn-Nationalmannschaft die Konstanz, um Maier ernsthaft zu gefährden.
Mit dem Ergebnis zeigte sich der Einheimische zufrieden. Er sehe aber noch Verbesserungspotenzial. „Es ist ganz normal, dass zu Beginn der Runde noch ungewohnte Fehler passieren. Im zweiten Satz haben meine längeren Returns ganz gut funktioniert und mir zum Erfolg verholfen, ein schönes und faires Spiel, das Spaß gemacht hat. Wichtig ist, dass wir überhaupt wieder spielen dürfen“, sagte er im RHEINPFALZ-Gespräch.
Weniger glücklich äußerte sich Kontrahent Adam zu seinem Auftreten: „Wir hatten zwar schöne Ballwechsel. Doch Trainingsrückstand und fehlende Spielpraxis habe ich heute gegen einen starken Gegner deutlich gemerkt. Solange ich druckvoll spielen konnte war’s okay. Aber gegen Linkshänder ist es immer schwierig. Markus war heute einfach der Bessere und hat verdient gewonnen, wenngleich das Ergebnis um den einen oder anderen Punkt etwas zu hoch ausgefallen ist.“
Geduldiger Gouverneur
Auf Nummer zwei lieferte der TCD-ler David Gouverneur eine durchweg konstante Leistung und siegte mit geduldigem Ballhalten sowie überraschenden Angriffsschlägen gegen Markus Fröhlig 6:3, 6:3.
Für das erste Pflichtspiel in dieser Saison fand Gouverneur seine Leistung akzeptabel. „Auf der Rückhand habe ich noch einige Luft nach oben. Denn noch bekomme ich zu wenig Druck in meine Schläge. Die Vorhand passt“, erklärte der Spargeldörfler.
Zum 6:6-Einzelstand punkteten auch Oliver Remus und Sven Eckerle (SW) sowie Timm Rosengarten, Sebastian Thol (TCD). Die Doppel Maier/Christoph Pelgen und Remus/Alexander Kroth entschieden die Partie zugunsten der Schwarz-Weißen.
SO SPIELTEN SIE
Einzel: Markus Maier - Benjamin Adam 6:2, 6:2, Markus Fröhlig - David Gouverneur 3:6, 3:6 , René Radler - Timm Rosengarten 4:6, 3:6, Oliver Remus - Marco Sofsky 6:2, 6:0, Sven Eckerle - Felix Pentzlin 6:2, 6:4, Jan Mannweiler - Sebastian Thol 2:6, 0:6 - Doppel: Fröhlig/Radler - Gouverneur/Rosengarten 1:6, 4:6, Maier/Christoph Pelgen - Adam/Pentzlin 7:6 (5), 6:2, Remus/Alexander Kroth - Thol/Marc Müller-Frey 6:3, 6:1