Fussball
Stolz auf die kleine Erfolgsserie
Die Stimmung ist gut bei der Mannschaft, die für Fußball mit Leidenschaft steht. Aber 149 Zuschauer am Samstag an der Iggelheimer Straße – das ist ausbaufähig. Beim nächsten Heimspiel am 3. Oktober (15 Uhr) gegen Wormatia Worms wird der traditionsreiche Gast dafür sorgen, dass an der Kasse ein bisschen mehr Betrieb herrscht.
Angefressener Gast
Pressekonferenzen nach den Oberliga-Spielen sind in Dudenhofen öffentlich und werden von Florian Kober professionell moderiert. Ein Versprecher des Sportlichen Leiters ließ dann sogar Thomas Bettinger, den ob der Niederlage „angefressenen“ Trainer der saarländischen Gäste, lachen.
„Ich begrüße unseren Trainer Christian Schultz“, sagte Kober, der sich natürlich flugs korrigierte. Die Macht der Gewohnheit, schließlich war der heutige Sportdirektor ewig FVD-Trainer. Sein Nach-Nachfolger nahm’s humorvoll. „Ich hoffe, dass ich weiter Trainer bleiben darf …“, sagte Kevin Hoffmann.
Voller Leidenschaft
Seit dieser Saison steht der frühere Kapitän als Trainer in der Verantwortung. Er lebt und liebt diesen Job, coacht so leidenschaftlich wie er früher verteidigte. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Es ist nicht einfach in den englischen Wochen. Sie machen das gut“, lobte Hoffmann seine Jungs.
Sie dominierten die Partie nach dem 1:0 in der 22. Minute, führten 3:0, ließen nach 70, 75 Minuten nach und mussten nach einem Doppelschlag von Yannis Flausse zum 1:3 in der 78. Minute und durch Lukas Grünbeck zum 2:3 zwei Minuten später noch um den Dreier bangen.
Kopf arbeitet
„Wir führen 3:0, man kennt den Fußball … Der Kopf fängt an zu arbeiten, die Beine werden schwer“, erklärte Kevin Hoffmann die nachlassende Konzentration. Am Mittwoch (19.30 Uhr) geht’s im Verbandspokal beim Liga-Rivalen SV Gonsenheim schon wieder weiter, am kommenden Samstag (15.30 Uhr) sind die Gelb-Schwarzen zu Gast beim 1. FC Kaiserslautern II auf den Fröhnerhof.
Im Mannschaftskreis nach dem Heimsieg sprach dieses Mal Thomas Meier. Der 22-Jährige, Aktivposten auf dem linken Flügel, hatte eine präzise Eingabe von Michael Bittner in der 22. Minute aus kurzer Distanz mit perfekter Direktabnahme zum 1:0 genutzt. „Wir sind seit sechs Spielen ungeschlagen. Ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte Meier, der mit seinen temporeichen Tiefenläufen für Torgefahr sorgte.
Ewiger Barin
Nach einer präzisen Meier-Flanke lag das 2:0 in der 25. Minute in der Luft, aber Torhüter Timo Wagner parierte einen Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Yannis Albrecht grandios. Albrecht, an der Seite von Simon Bundenthal eine zuverlässige Größe in der Innenverteidigung, traf zwei Minuten vor der Pause nach präziser Freistoßflanke von Tolga Barin zum 2:0.
Mit dem laufstarken Lirim Mustafa und Tom Handrich als Ordnungselement sorgte Barin für Stabilität im Mittelfeld. Barin, 32, ist mit dem Ball auf Du und Du, einer, der spielerische Lösungen sucht und meist auch findet. Er spielt seit 2015 für den FVD, ist in der neunten Saison dabei.
Am Samstag führte Tolga Barin, der Dauerbrenner, die Mannschaft als Kapitän an. „Das macht Spaß und es macht mich auch stolz, die Mannschaft führen zu dürfen“, sagte Barin nach dem wichtigen Heimerfolg zu dem der überzeugende Linksverteidiger Sven Hoffmann in der 56. Minute mit einem glücklich verwandelten Foulelfmeter zum 3:0 beitrug. Klein hatte den Strafstoß an Kennet Hanner Lopez verursacht.