Speyer Stets kampfbereit

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Mit einem Referat über die Gewerkschaften in der sich wandelnden Wirtschaft und Gesellschaft stellte sich der neue Bezirksleiter-Mitte der IG-Metall Jörg Köhlinger der Delegiertenversammlung der Kooperation Pfalz in der IG Metall vor. Die gemeinsame Konferenz der Verwaltungsstellen Kaiserslautern, Ludwigshafen-Frankenthal (mit Speyer) und Neustadt traf sich am Mittwochabend in Frankenthal.

Gastgeber Günter Hoetzl, Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle Ludwigshafen-Frankenthal, begrüßte Köhlinger als einen guten Bekannten, einen Teamworker der lange Zeit als Tarifsekretär im Bezirk tätig war. Dieser sagte zu, in der Zukunft neben den lohnpolitischen Initiativen qualitative Themen in den Fokus zu rücken. Großen Stellenwert solle der Kampf um die Arbeitszeitsouveränität, den Zugriff auf Arbeitszeitkonten, die Planbarkeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Pflegezeiten haben. „Das wird kein konfliktfreier Prozess“, kündigte Köhlinger an. Einstimmig beschloss die Versammlung die Resolution „Für eine solidarische und nachhaltige Flüchtlingspolitik“. Darin werden die Mitglieder und Belegschaften zur Solidarität mit den Flüchtlingen aufgerufen. Es müsse dem Fremdenhass entgegengetreten und müssten Gewalttäter verfolgt und bestraft werden. In einem Referat zu Industrie 4.0 beschrieb Constanze Kurz vom IG-Metall Resort „Zukunft der Arbeit“ aktuelle Tendenzen in der Arbeitswelt. Bald werde sich alles mit allem vernetzten. Die Industrie verspreche sich dabei einen Produktivitätsschub von 30 bis 40 Prozent. Hier müsse die Gewerkschaft die Auswirkungen auf die Arbeitnehmer erfassen, deren Qualifizierung und Mitwirkung sichern. Hoetzl beschrieb die schwierige Lage, in der sich Region befinde. Einige Betriebe im Organisationsbereich der Verwaltungsstelle seien geschlossen worden, so WT-Armaturen in Maxdorf und Büromöbelhersteller Vielhauer (Dannstadt). Nun drohe die Stilllegung von Halberg in Ludwigshafen. Hoetzl sagte, er wolle diese nicht einfach so hinnehmen. Man sei zu Arbeitskampfmaßnahmen bereit. Bei der Mitgliederentwicklung gebe es eine Steigerung um 26 – ein Plus von 0,3 Prozent bei 9678 Metallern im Verwaltungsbezirk. Das Beitragsaufkommen stieg um 2,8 Prozent auf 221.000 Euro im Monat. (enk)

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