Speyer Stets hilfsbereiter Supermann

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Klaus Bachmeier ist der dritte Ehrenbürger von Harthausen. Zur Verleihung der Ehrenbürgerrechte bereiteten ihm die Gemeinde am Mittwochabend im historischen Tabakschuppen einen großen Empfang. Dabei gratulierten ihm viele Weggefährten, für den musikalischen Rahmen sorgten die Jagdhornbläsergruppe der Kolpingfamilie Dudenhofen und Gerald Fischer mit dem Akkordeon. Das Kompliment von Kindergarten-Leiterin Ute Wirtgen zum Erleben mit dem ehemaligen Ortsbeigeordneten: „Für die Kita-Kinder warst Du der Supermann.“

Ortsbürgermeister Harald Löffler (CDU) attestierte Bachmeier: „Er hat in seinem vereins- und kommunalpolitischen Engagement Hervorragendes geleistet.“ Über Parteigrenzen hinweg genieße er ungeteilte Wertschätzung, habe Gestaltungskraft bewiesen, ein Beispiel gegeben, wie Handeln für die Allgemeinheit mit Erfolg auf bürgerschaftliche Verantwortung und Mitwirkung gerichtet sein könne. Für die zahlreichen Verdienste sei ihm im Jahr 2000 bereits die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz verliehen worden. Bachmeiers öffentliches Leben streifte Löffler der Fülle wegen nur „im Querschnitt“: 1941 in Harthausen geboren, Fußballer im Trikot des ASV, Sänger beim MGV, Beitragskassier, Vereinsbote, sieben Jahre Feuerwehr, Protokollführer. Von 1978 bis 2001 ASV-Kassier, neun Jahre in der Doppelfunktion Kassenwart und zweiter Vorsitzender. 1994 der Einstieg in die Politik. In Bachmeiers Erinnerung: „Heinz Weihe – damals CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat – klingelte abends an der Tür, bekniete mich, auf der CDU-Liste für die Kommunalwahl zu kandidieren. Um endlich ins Bett zu kommen, habe ich gegen drei Uhr in der Nacht Ja gesagt.“ Weihe wurde sein Mentor, „väterlicher Freund“. Löfflers Stichworte der weiteren Stationen: Haussammlung für eine Weihnachtsbeleuchtung in Harthausen, acht Jahre Schöffe der 1. und 2. Großen Strafkammer am Landgericht Frankenthal, 2004 Wahl des Parteilosen zum Beigeordneten mit den Geschäftsbereichen Bauhof, Friedhof, Forst, 2009 im Amt bestätigt, Ehrenmitglied des ASV, zehn Jahre Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge. Der Bürgermeister zu 2008: „Dank seiner Hartnäckigkeit und kameradschaftlichen Verbundenheit mit dem 1. Spezialpionierbataillon konnten wir das Gelöbnis mit 450 Soldaten auf dem Rasensportgelände feiern. Sicherlich einer der Höhepunkte der Ortsgeschichte.“ Danke für das Lebenswerk sagte Löffler auch Bachmeiers Ehefrau Rosemarie. Nicht nur SPD-Fraktionssprecher Helmut Biermann vermisste ihn, als er 2014 auf eine dritte Amtszeit verzichtete: „Du warst immer und für jeden da, hast Wort gehalten.“ Biermanns Erklärung für Bachmeiers Ausscheiden: „Bevor in der Kita auch noch eine Geburten- und Säuglingsstation eingerichtet und er in seiner heiligen Mittagsruhe gestört wird, hörte er auf.“ Nicht verkneifen konnte er sich den Hinweis: „Der Vorschlag, dich zum Ehrenbürger zu ernennen – vom Gemeinderat im Oktober 2016 einstimmig beschlossen – kam von der SPD.“ CDU-Kollege Andreas Heck „sah Bachmeier früh morgens mit dem Schneepflug durch Harthausens Gassen fahren, mit dem ,Papamobil’ (von den Kindern so getauft) Straßenlampen austauschen“, hob seine Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, gelebte Bürgernähe hervor. Landrat Clemens Körner (CDU) überreichte Bachmeier die Münz-Sonderprägung „Mann im Kreis“, reklamierte den Titel „Außenminister von Harthausen“ aber für sich. Verbandsgemeinde-Beigeordneter Peter Eberhard (CDU) würdigte den neuen Ehrenbürger als „Ehrenmann“. „Auf dich war Verlass, nach dir konnte man die Uhr stellen. Du warst ein Kümmerer, das Allgemeinwohl war dir wichtig.“ Diakon Werner Bücklein charakterisierte Bachmeier: „Wenn ich ihn angerufen, um etwas gebeten habe, fragte er kein einziges Mal nach dem Warum, nur nach dem Wann.“ Gruß-, Dank- und Lobesworte sagten Klaus Bartholomä (Fußballverein), Gerald Fischer (Ortskartell), Eugen Geil (Bauernverein), Martin Steiger (Mitarbeiter des Bauhofs). Bachmeiers Schlusswort: „Die Auszeichnung meiner Heimatgemeinde ist für mich eine große Ehre, bedeutet mir sehr viel.“

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