Speyer Stadtnachrichten: „Kann die Partei auch zur Ordnung rufen“

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Verhalten optimistisch – so reagiert SPD-Unterbezirksvorsitzender Martin Wegner (50) auf die Wahl von Andrea Nahles (47) zur neuen Parteivorsitzenden. In Wiesbaden erhielt die 47-Jährige am Sonntag bei einem Sonderparteitag 66,3 Prozent der Stimmen und ist die erste Frau an der Spitze der Genossen. „Linker, aktiver, leidenschaftlicher“ – in diese Richtung wird sich die SPD nach Ansicht von Wegner unter der Führung von Nahles entwickeln. „Ob das der richtige Weg ist, wird sich zeigen“, sagt der Chef des SPD-Unterbezirks Vorderpfalz, mit rund 3800 Mitgliedern aus Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis der größte landesweit. Das bescheidene Ergebnis von Nahles habe er so erwartet, sagt Wegner. „Besser unten anfangen und oben ankommen“, kommentiert Wegner, bekennender „Groko“-Gegner, das Resultat. Nahles traut er trotz des schwierigen Starts zu, die SPD voranzubringen. Als Arbeitsministerin habe sie eine „hervorragende Performance“ hingelegt. „Sie war unsere beste Ministerin. Sie weiß, wie die Partei funktioniert. Sie kennt die Machtverhältnisse und die Basis. Sie ist eine gute Moderatorin, kann die SPD aber auch zur Ordnung rufen“, sagt Wegner über die erste Frau an der SPD-Spitze. Nahles ist in Mendig (Landkreis Mayen-Koblenz) in Rheinland-Pfalz geboren. Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) informiert am kommenden Montag, 30. April, Vertreter von Verbänden und wichtigen Speyerer Organisationen sowie die Fraktionsvorsitzenden im Rat über aktuelle Entwicklungen zur Salierbrücke. Er werde über die konstituierende Sitzung des Projektbegleitkreises berichten, über ein Gespräch mit dem Landesbetrieb Mobilität bezüglich Straßenbaumaßnahmen informieren und aktuelle Entwicklungen der Hochstraßenthematik in Ludwigshafen und deren Auswirkungen für Speyer ansprechen. Beigeordnete Stefanie Seiler (SPD) hat nach seinen Angaben selbst das Thema „Stadtentwicklung – Verkehr“ von der Tagesordnung des Stadtrates am Donnerstag absetzen lassen. Deshalb sei er über ihren Vorschlag einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Verkehrsausschuss überrascht (wir berichteten gestern). „Das Thema Salierbrücke ist aus meiner Sicht für den Rat insgesamt von großer Bedeutung.“ Er werde seine Strategie konsequent weiterverfolgen und sowohl den Rat als auch die Speyerer Interessenvertreter in die neueren Entwicklungen zur Sanierung einbinden, kündigte Eger an.

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