Speyer Stadt markiert Straßen neu
In der Innenstadt sind die orangefarben gekleideten Arbeiter wieder vermehrt zu sehen. Grund: zum einen die Markierungsarbeiten in der Schwerd- sowie Landauer Straße und zum anderen Kanalarbeiten in Abschnitten der Ludwigstraße, wie die Stadt und die Stadtwerke auf Anfrage mitteilen.
Derzeit werden weithin sichtbar die Parkbuchten in der Schwerdstraße nachgezeichnet. Die Maßnahme erfolgt im Zuge der des Versuchs, dort probehalber die Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs auf Tempo 30 zu reduzieren (wir berichteten). „Aufgrund der stark verblassten Markierung häuften sich die Beschwerden der Anwohner über zugeparkte Einfahrten und geparkte Fahrzeuge, die zu weit im Straßenraum abgestellt wurden“, berichtet Stadt-Sprecherin Barbara Fresenius auf RHEINPFALZ-Anfrage. Nun werden nacheinander die einzelnen Buchten neu markiert, die Straße in diesen Bereichen abschnitts- und zeitweise gesperrt. So können andernorts die Fahrzeuge während der Arbeiten abgestellt werden. „Wenn komplette Straßenzüge neu markiert werden, ersetzt die Stadt die Parkbuchten durch Parkboxen“, berichtet Fresenius. Parkbuchten seien an an drei Seiten gekennzeichnet: Anfang, Ende und zur Seite des Gehwegs. Parkboxen hingegen seien auch zur Fahrbahnseite hin abgegrenzt. „Die Stadtverwaltung hat gute Erfahrungen mit dem Markieren von Parkboxen im Wohnquartier Mausbergweg zwischen Von der Heydt und Salierschule sowie Seniorenstift gemacht“, sagt sie. Auch auf dem Postplatz seien am Mittwochabend Markierungsarbeiten durchgeführt worden, so Fresenius. Dabei handele es sich um Zweikomponenten-Farbe, die länger auf dem Granitpflaster hafte. Die Stadt hat aber nicht nur die Straßen, sondern auch die Gehwege im Blick. „Die städtischen Tiefbauer beklagen, dass gerade das Wurzelwerk von sprießendem Unkraut zwischen den älteren quadratischen Gehwegplatten Schaden anrichtet“, sagt Fresenius. Die Fachleute gäben zu bedenken, dass sich auf diese Weise die Platten lösen, heben und so eine erhöhte Gefahr bestehe, darüber zu stolpern. Fresenius betont, dass Hauseigentümer und Mieter laut Straßenreinigungssatzung die Pflicht haben, die Gehwege vor ihren Anwesen von Laub, Unkraut und Flüssigkeiten zu säubern. Von einer anderen Maßnahme, nämlich Kanalarbeiten, sind die Anwohner der Ludwigstraße in Teilbereichen betroffen. Seit einigen Tagen stehen schon Schilder auf den Gehwegen, die auf absolutes Halteverbot in den Parkflächen ab Montag, 31. August, hinweisen. Tagsüber wird in der Ludwigstraße der Kanal zwischen Großer Sämergasse und Allerheiligenstraße saniert, wie die Sprecherin der Stadtwerke Speyer (SWS), Angela Sachweh, auf RHEINPFALZ-Anfrage mitteilt. Im Bereich Kleine Gailergasse und Roßmarktstraße werde in der Nacht von Dienstag, 1., auf Mittwoch, 2. September, gearbeitet, weil die Ampelanlage außer Betrieb genommen werden müsse. „Der Kanal hat Schäden, ist aber noch standfest. Deshalb wird dort ein Kunststoffschlauch eingebracht und aufgeblasen. Anschließend härtet man ihn mit UV-Licht aus. Wenn das passiert ist, wird ein Roboter hinabgelassen, der die Hausanschlüsse wieder aufschneidet“, erläutert Sachweh. Dadurch, dass von Kanaldeckel zu Kanaldeckel gearbeitet werde, geht sie davon aus, dass der Durchgangsverkehr nur für kurze Zeit in den jeweiligen Bereichen beeinträchtigt ist. Für die Anwohner hat es andere, weitreichendere Folgen: „Die Anwohner wurden mit Zetteln darüber informiert, dass sie in den acht Stunden weder duschen, baden noch waschen dürfen“, sagt Sachweh. (ccd) Im Netz Die Straßenreinigungssatzung ist nachzulesen auf der Internetseite www.speyer.de/sv_speyer/de/Rathaus/Verwaltung/Ortsrechtssammlung/4.1.3_strassenreinigungssatzung_2008.pdf