Speyer
Stadt kann „Tor zur Pfalz“ kaufen
„Das eingereichte Nutzungskonzept hat der Prüfung durch das Ministerium der Finanzen standgehalten und überzeugt“, informiert Lisa Eschenbach, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, auf Anfrage. Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), der bisher für das ehemalige Gesundheitsamt zuständig ist, habe einen Kaufvertrag übersandt, dem diese Woche die Stadtverwaltung zugestimmt habe.
Auf städtischer Ebene soll das Projekt am 27. August im Stadtrat thematisiert werden. In Mainz müsse am 9. September der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags zustimmen. Die Stadt will die Obergeschosse an die Diakonissen zur Unterbringung von Pflegeschülern vermieten. Das Erdgeschoss soll an die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) gehen, die dort als Pilotprojekt eine Medienwerkstatt einrichten will.
Bewegte Vergangenheit
Entscheidend sei gewesen, dass die erneute Preisermittlung des Landes nicht vom schon vor gut einem Jahr aufgerufenen Preis abgewichen sei, so Eschenbach. Wie viel die Stadt für den Ankauf zahlt, könne erst nach dem Gremienbeschluss dazu öffentlich mitgeteilt werden. Von 2011 bis 2015 war das Gebäude von einem Hotel, einem Kulinarium und einem Weinstudio genutzt worden, bevor diese auszogen. Das Land hatte es zuvor für 2,3 Millionen Euro für diesen Zweck umgebaut. Danach waren übergangsweise Flüchtlinge und Stadt-Büros einquartiert.