Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt hat eine halbe Million Masken auf Lager

Nicht ewig haltbar: Schutzmasken, hier in verpackter Form.
Nicht ewig haltbar: Schutzmasken, hier in verpackter Form.

In Kirchheimbolanden stehen derzeit Kartons mit Masken vor dem Rathaus. Wer sie will, kann zugreifen. Problem bei gut 50.000 Masken am Donnersberg: Ihre Mindesthaltbarkeit endet bald. Auch in Speyer gibt es große Bestände.

„Grob geschätzt dürften wir noch 500.000 OP-Masken und rund 50.000 FFP2-Masken auf Lager liegen haben“, teilt auf Anfrage Annika Siebert, Sprecherin der Speyerer Stadtverwaltung, mit. Die Stadt habe sich nach Ausbruch der Pandemie 2020 frühzeitig vorbereitet und über die Bundesebene große Mengen an Masken geordnet, „um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein“. In den städtischen Gebäuden gilt die Tragepflicht noch, in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens ist sie seit diesem Monat aufgehoben.

Probleme wie im Donnersbergkreis, wo von 44.600 medizinischen Masken mit Mindesthaltbarkeit bis Juni 2022 und 9000 FFP2-Masken mit Limit schon am 11. Mai die Rede ist, werden in Speyer jedoch nicht erwartet. „Die Masken, die wir aktuell noch auf Lager haben, laufen zwischen August 2023 und Januar 2024 ab. Bei der Ausgabe der Masken haben die zuständigen Mitarbeitenden stets darauf geachtet, diese nach Ablaufdatum auszugeben, beginnend mit dem kürzesten“, erklärt Siebert. Die Schutzartikel seien zunächst für verschiedene Tätigkeitsbereiche der Stadtverwaltung, würden anlassbezogen aber auch an andere Adressaten abgegeben.

Wegwerfen soll vermieden werden

Die Entwicklung der kommenden Monate werde nun abgewartet, betont Siebert. Klar sei allerdings: Vor einer Entsorgung würden Einrichtung wie das Frauenhaus, Flüchtlings- und Obdachlosenunterkünfte bedacht. Das habe die Stadtverwaltung auch bisher schon so gehalten. Ein gewisser haltbarer Maskenvorrat würde jedoch von der Behörde dauerhaft auf Lager gehalten.

Wie viele Schutztextilien erforderlich sind, ist dabei Auslegungssache und von der jeweiligen Infektionsschutz-Lage abhängig. Die Kommunen am Donnersberg verteilen ihre Masken schon großzügig an Bürger, Vereine und Institutionen. Und in Speyer muss nicht nur die Stadt ihre Lager durchforsten.

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