Speyer St. Joseph: Situation kritischer als gedacht

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Die Gefahr, dass die schweren Orgelpfeifen in der Kirche St. Joseph herabstürzen, war größer als vermutet. Das berichtete Renate Graser gestern bei der Montage der reparierten Pfeifen. Zusammen mit ihrem Mann Markus führt sie das beauftragte Unternehmen Orgel- und Harmonieumbau mit Werkstatt in Dudenhofen.

Bereits im Sommer hatten die Orgelbauer bei der regulären Überprüfung der Orgel davor gewarnt, dass sich Teile der Orgel lösen könnten. Vor zwei Wochen hatten sie den Auftrag erhalten, die Teile zu demontieren und zur Reparatur nach Sinsheim zu bringen (wir berichteten). „Der Orgelpfeifenhersteller Mittermaier und Söhne ist niemand, der schnell Alarm schlägt, aber die Bilder von den geöffneten Pfeifen waren schon schockierend“, berichtete Graser. So wie die Pfeifen gewesen seien, hätten sie kein Vierteljahr mehr gehalten, war die Einschätzung der Experten. „Man kann sich das vorstellen wie bei einer Eistüte. Die innere Verstärkung hat sich schon nach oben gedrückt und war nicht mehr verbunden“, berichtet Graser. Insgesamt hätten sich die Pfeifen an der Aufhängung auch nach vorne geneigt. Auch die Lötstellen seien nicht mehr mit den Pfeifen verbunden gewesen. Gestern war Nervenstärke gefragt. Sechs Leute haben die 15 Pfeifen montiert. Insgesamt verfügt die Orgel über circa 3100 Pfeifen. „Wir haben nur diesen einen Tag“, sagte Graser. Das Anbringen sei schwieriger als das Abmontieren. Im Schnitt wiegt die größte Pfeife um die 70 Kilo, wie Graser berichtete. |ccd

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