Speyer
Städtischer Schlingerkurs bei der Normand-Reithalle
Die zeitweise leerstehende Immobilie in der Else-Krieg-Straße 1 wurde für 650.000 Euro angeboten. An die Frau oder den Mann gebracht werden soll sie nicht nach Höchstpreis, sondern in einem Konzeptvergabeverfahren. Pläne mit sozialen Bezügen würden bevorzugt, hieß es in der Ausschreibung. Diesen Vorgaben entsprächen zwei der vier Angebote, teilt nun Stadt-Sprecherin Lisa Eschenbach auf Anfrage mit. Diese würden am Donnerstag, 17. September, in der Sitzung des städtischen Haupt- und Stiftungsausschusses (17 Uhr im Stadtratssitzungssaal) von den Bewerbern persönlich vorgestellt.
Die beiden anderen Konzepte sind laut Stadt aus dem Rennen und sollen nur im nichtöffentlichen Teil der Sitzung Thema sein. „Sie entsprechen nicht den Ausschreibungskriterien“, erläutert Eschenbach. Einen der Bewerber, Wolfgang Gratz, verärgert das: Er sehe nicht, wo er die Kriterien missachtet habe. Er wolle öffentlich präsentieren. Laut Stadt ist in diesem Fall der geforderte städtische Kostenbeitrag das Problem.
Zuerst hinter den Kulissen geplant
Übrigens: Nach Gratz’ Intervention und Kritik von Medienseite ist die Stadt von ihrem ursprünglichen Plan abgerückt, das Projekt im Ausschuss komplett nichtöffentlich zu besprechen. Angestrebt werde eine empfehlende Beschlussfassung, erklärt Eschenbach. Den Zuschlag sollte es im Stadtrat am 24. September nichtöffentlich geben. Auch da wird umgeplant: Nun soll es erst in der Folgesitzung (29. Oktober) darum gehen. „Wir wollen dem Thema Zeit geben.“