Speyer Sprengling wie Messi

Speyer. Der FC Speyer 09 hat gestern vor 130 begeisterten Zuschauern und bei traumhaftem Wetter ein wahres Torfestival abgeliefert und den Ligakonkurrenten SV Herschberg in der Verbandsliga mit 7:1 (2:0) nach Hause geschickt.
Schon nach elf Minuten stellte Speyer die Weichen für einen souveränen und unheimlich dominanten Heimerfolg. Mittelfeldmotor Sanel Catovic (5.) und Stoßstürmer Milot Berisha (11.) trafen früh. Die erste Halbzeit, von dauerhaftem Ballbesitz des FC geprägt, erlebte jedoch keine weiteren Treffer, da Speyer die vielen Chancen nicht konsequent nutzte und Herschberg zu diesem Zeitpunkt noch gut dagegenhielt. FC-Co-Trainer Eleftherios Konstantakis fühlte sich an das Hinspiel erinnert, das „bis zur Halbzeit komplett identisch verlief“. Während ein Wetterumschwung in der Vorrunde zur Niederlage beitrug und die Herschberger ein 0:2 damals noch in ein 3:2 drehten, blieb Petrus gestern stabil. Konstantakis: „Ein gute Omen.“ Die zweite Halbzeit verlief dann auch ganz nach dem Geschmack des Trainerstabs, da die Stürmer Marvin Sprengling, Milot Berisha (2) und Ahmet Pinarbasi (2) ein wahres Schützenfest starteten und am Ende stattliche sieben Tore zu Buche standen. Das 4:0 weckte sogar Erinnerungen an die Schlitzohrigkeit eines Messis von Barcelona oder den früheren Weltklassespieler Johan Cruyff, die den Elfmetertrick weltberühmt machten. Sprengling legt vor. Berisha vollstreckt. Dass Herschberg noch einen Ehrentreffer markierte, verschmerzte der FC. Der Aufwärtstrend geht also nach dem hart umkämpften 1:1 beim Ligaprimus FV Dudenhofen weiter. Vor allem die allgemein positive Energie nach diesem Achtungserfolg war dabei auf dem ganzen Platz zu spüren und übertrug sich dementsprechend auf die Leistungsbereitschaft der Spieler. Konstantakis sprach von einer „tollen Reaktion“ gegen ein zugegeben sehr dezimiertes Herschberg, das gezwungenermaßen nur mit elf Spielern anreiste. Während der Frust auf Seiten der Gäste groß war, herrschten bei Speyer Feierlaune und Zuversicht im Bezug auf das Saisonziel, den vierten Platz zurückzuerobern. „Kann sich sehen lassen“, kommentierte der Co-Trainer abschließend mit einem zufriedenen Schmunzeln im Gesicht. Die Begegnung in Bingen kann kommen. Denn Speyer ist wieder in Form. Sport So spielten sie FC Speyer: Rausch - Pavkovic (46. Bahar), De Vico, Backmann, Bundus - Esen, Catovic, Gass, Pinarbasi (81. Haxhijaj) - Sprengling, Berisha.