Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Speyer gegen Dudenhofen: Hoffmann ist fit für das Oberliga-Derby

Die Blutergüsse sind kein Problem mehr: Dudenhofens Kapitän Kevin Hoffmann (rechts), hier gegen den Lauterer Mohamed Morabet, is
Die Blutergüsse sind kein Problem mehr: Dudenhofens Kapitän Kevin Hoffmann (rechts), hier gegen den Lauterer Mohamed Morabet, ist bereit für das Derby in Speyer.

Ein Kribbeln entsteht nicht nur bei Thomas Heuß, wenn der FC Speyer 09 den FV Dudenhofen zu Gast hat. Der Speyerer Trainer hat die Auszeit genutzt, um den Gegner zu studieren. Er will ihn mit dessen ureigenen Waffen schlagen. Die Gäste stellen sich auf ein Geduldspiel ein. Ist deren größere Erfahrung der entscheidende Faktor?

Am Montag (19.30 Uhr) steigt das nächste Derby in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Der FC Speyer empfängt den FV Dudenhofen. Beide Teams trafen in ihrem letzten Spiel auf die TSG Pfeddersheim. Speyer gewann 1:0, Dudenhofen verlor 0:2. Was bedeutet das?

Speyer musste aufgrund der Corona-Fälle bei Arminia Ludwigshafen eine Zwangspause einlegen. „Klar haben wir nach dem Sieg auf die nächste Partie hingefiebert. Wir hätten die positive Grundstimmung gerne mitgenommen“, so FC-Trainer Thomas Heuß. Die spielfreie Zeit nutzten die Speyerer mit vier Trainingseinheiten in der abgelaufenen Woche. Zudem folgte am Freitag eine Gegneranalyse per Video. „Wir haben die Stärken und Schwächen von Dudenhofen in Videosequenzen aufgezeigt“, erklärt Heuß.

Stärken des Gegners kopieren

Der Trainer erwartet eine eingespielte, offensivstarke Dudenhofener Mannschaft, nennt hier Kevin Hoffmann, Pascal Thiede, Timo Enzenhofer und Michael Bittner als Säulen. „Die Mannschaft hat eine gewisse Lautstärke auf dem Platz. Das sind Dinge, die meine junge Mannschaft noch lernen darf. Aber auch unsere starken Eigenschaften, wie das spielerische Element, wollen wir auf den Platz bringen.“

Nicht nur das fordert Heuß von seiner Truppe. Er will „intensive Pressingaktionen, Zweikämpfe sowie Kommunikation“ im Derby sehen. Genau diese Dinge sind es, die den FVD stark machen. Für den Coach ist das Spiel ein absoluter Höhepunkt. „Es entsteht einfach ein Kribbeln. Deshalb bin ich Trainer. Wir sind in absoluter Vorfreude und leben den Derbycharakter. Das wird man auf dem Platz sehen“, kündigt er an, bescheinigt dem FVD jedoch einen Vorteil: „Hier haben sie einfach mehr Erfahrung.“

Blutergüsse hindern nicht

Gäste-Trainer Steffen Litzel will hier keinen Vorteil für seine Jungs ausmachen: „Ich weiß nicht, ob das so ausschlaggebend ist. Ich erwarte ein interessantes Spiel für die Zuschauer.“ Respekt hat er vor der Aufgabe allemal. Den FC sah er beim Auftakt in Mechtersheim und attestierte den Domstädtern, in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft gewesen zu sein. „Das ist eine sehr unangenehme Mannschaft. Da ist auf unserer Seite sehr viel Geduld gefordert“, erklärt er.

Dass die Partie auf dem Kunstrasen stattfinden wird, ist für ihn nebensächlich. „Wir haben jetzt auch die ganze Trainingswoche auf dem Kunstrasen verbracht und sind vorbereitet.“ Kapitän Kevin Hoffmann musste gegen Pfeddersheim verletzt raus. Nach einem Luftkampf mit Mathias Tillschneider trug er zwei Blutergüsse davon. „Das beeinträchtigt ihn aber nicht mehr“, informiert Litzel. Er will mit seiner Elf versuchen, an den guten Saisonstart anzuknüpfen: „Ich glaube nicht, dass wir die Erfolgsspur verlassen haben. Neun Punkte aus vier Spielen – damit kann ich gut leben.“

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