Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel SPD Vorderpfalz: Stefanie Seiler zur neuen Unterbezirksvorsitzenden gewählt

Stefanie Seiler: bei ihrer Wahl zur Speyerer OB 2018 mit Martin Wegner, Walter Feiniler und Alexander Schweitzer (von links).
Stefanie Seiler: bei ihrer Wahl zur Speyerer OB 2018 mit Martin Wegner, Walter Feiniler und Alexander Schweitzer (von links). Archivfoto: Lenz

Stefanie Seiler (36) ist neue Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Vorderpfalz, der Speyer, Ludwigshafen, Frankenthal und den Rhein-Pfalz-Kreis umfasst. Das Ergebnis für die Speyerer Oberbürgermeisterin, bei der Unterbezirkskonferenz am Freitagabend in der Dudenhofener Festhalle einzige Kandidatin für das Amt, war einstimmig: 99 Delegierte, 99 Mal ja.

In ihrer Vorstellungsrede zog Seiler Parallelen zwischen der SPD-Gründung 1863 und heute: „Wie damals sind die Menschen auf der Suche nach Orientierung.“ Mit ihnen sei es die Partei, die an Stärke zurückgewinnen und Antworten in der globalisierten Welt finden müsse. Der Weg dahin beginnt für sie an der Basis. Die Kärrnerarbeit werde in den Ortsvereinen geleistet: „Ihr seid die Gestalter in den Gemeinden, die Demokratie braucht euch vor Ort.“ Beim Thema „Neue Konzepte entwickeln“ nannte sie als Beispiel Verkehr, Digitalisierung, Klimawandel interkommunal zu diskutieren. Seiler appellierte an Geschlossenheit: „Parteien mit starken Flügeln sind schwach auf den Beinen.“

Vorgänger Martin Wegner, der nach acht Jahren nicht mehr zur Wahl stand, lobte eine engagierte Partei mit ausgeprägter Diskussionskultur. Oft sei die SPD Überbringer der richtigen, aber unerwünschten Nachrichten gewesen. Die aus Sicht der SPD erfolgreichen Wahlkämpfe von Seiler in Speyer und Jürgen Hook in Dudenhofen hätten gezeigt: „Haustürwahlkampf ist die einzig effiziente Form.“

Wegner: Acht Jahre sind genug

Wenn alles so schön ist, warum gehe ich, kandidiere nicht mehr, fragte Wegner rhetorisch die Delegierten. Seine Antwort: „Weil acht Jahre genug sind.“ Als große Zukunftsthemen erwähnte er die kommunalen Finanzen, und die Verkehrsinfrastruktur.

Alexander Schweitzer, SPD-Fraktionsvorsitzender im rheinland-pfälzischen Landtag, illustrierte die Mühen des politischen Alltags. 30 Jahre trage die Partei in Mainz Regierungsverantwortung, immer seien es „Arbeitssiege“ gewesen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer allein werde auch bei der nächsten Landtagswahl für die SPD nicht reichen. An Erreichtem erwähnte er exemplarisch Investitionen in Schulen und Ganztagesbetreuung.

Neuwahlen

Vorsitzende: Stefanie Seiler; Stellvertreter: Reinhard Reibsch (Böhl-Iggelheim), Markus Schröter (Frankenthal), Beate Steeg (Ludwigshafen); Schriftführer: Gregory Scholz; Kassierer: Jürgen Kofink (beide Ludwigshafen); Beisitzer: Angelika Bott (Speyer), Martina Blaufuß (Ludwigshafen), Melanie Hieb (Neuhofen), Heike Kissler (Maxdorf), Björn König (Ludwigshafen), Dominique Köppen (Speyer), Jutta Schatz (Birkenheide), Silke Schmitt (Hanhofen), Marlene Siegel (Frankenthal), Julia Troubal (Mutterstadt), Lisa Wüchner (Limburgerhof), Boris Yilmaz (Ludwigshafen), Christian Schreider (Ludwigshafen).

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