Speyer
Sorge um PFW-Beschäftigte nach Erdbeben in Izmir
Das Zentrum des Bebens lag zwischen der griechischen Insel Samos und Izmir, der Millionenstadt an der türkischen Ägäisküste. Erschütterungen waren bis Istanbul und Athen zu spüren. Die Bilder aus der Katastrophenregion, die über die Bildschirme flimmerten, waren drastisch. Von 80 Toten ist die Rede. Stefan Zimmermann, der seit diesem Monat amtierende PFW-Geschäftsführer, hat die Nachrichten genau verfolgt. „Die türkischen Behörden registrierten fast 600 Nachbeben“, berichtet er.
Im PFW-Werk habe es keine Verletzten und Toten gegeben, so Zimmermann auf Anfrage. „Das Werk wurde unmittelbar nach dem Hauptbeben sicherheitshalber komplett geräumt. Zwar gab es an den Gebäuden des Werks leichtere Schäden, doch sind die Gebäude und Anlagen nach erster Sichtung ohne gravierende Mängel.“ Inzwischen laufe die Produktion wieder, aber zur Tagesordnung könne man noch nicht übergehen. Zimmermann: „Eine ausführlichere Analyse insbesondere auch an feinmechanischen, empfindlichen Anlagen und Fertigungseinrichtungen dauert derzeit noch an.“
Abstimmungen laufen
Für die Zentrale in Speyer gelte es jetzt zum einen, die Kunden zu informieren. Zum anderen müssten sich die Werke in Speyer und Izmir operativ eng abstimmen, „um gemeinsam das weitere Vorgehen in terminlicher wie industrieller Hinsicht schnellstmöglich festzulegen“. Teilweise sind die beiden Standorte bei der Produktion von Flugzeugkomponenten voneinander abhängig. PFW ist ein wichtiger Zulieferer von Airbus und Boeing. In Speyer beschäftigt er 1600, in Izmir rund 500 Mitarbeiter. Die Luftfahrt-Krise zwingt ihn in Deutschland in Kurzarbeit. Der Standort Izmir auf 1,4 Hektar ist 2003 eröffnet worden.