Speyer So findet man auf der Party einen Nebenjob

Feier- und Arbeitsstätte: der Industriehofgarten.
Feier- und Arbeitsstätte: der Industriehofgarten.

„Keine Bewerbungsgespräche, sondern Job-Events“ – mit diesem neuen Ansatz will die Foonax GmbH dem zunehmenden Arbeitskräftemangel in ihrer Branche Gastronomie und Eventmanagement begegnen. Den Auftakt macht eine Veranstaltung am Mittwoch, 11. Mai.

„Wir starten gerade eine größere Kampagne, in der wir auch neue Wege ausprobieren“, sagt Foonax-Prokurist Michael Wieland. In seinem im Industriehof in der Franz-Kirrmeier-Straße angesiedelten Unternehmen werden unter „Mein Event“ als bekanntester Marke sieben Veranstaltungsorte bespielt. Es gebe zwar 25 Festangestellte, man sei aber auch auf viele Aushilfen angewiesen. Die Partys fänden überwiegend freitags und samstags statt, der Personalbedarf sei nicht kontinuierlich. Zuletzt sei natürlich Corona ein Bremser gewesen, aber jetzt erwarte Mein Event wieder einen deutlichen Zuwachs der Aufträge. „In guten Jahren hatten wir 30 bis 50 Aushilfen“, berichtet Wieland.

2021 seien es noch allenfalls zehn Aushilfen gewesen. Es gehe überwiegend um Schüler zwischen 16 und 20 Jahren. Diese Zielgruppe habe in den vergangenen beiden Jahren eher Nebenjobs in Testzentren übernommen. Unabhängig von Corona hätten diese Personen aber eher „keinen Bock auf Bewerbungsgespräche“, so Wieland. Wenn es um einen Nebenjob gehe und Alternativen gebe, habe es Foonax mit der bisherigen Linie schwer.

Bewerbungsgespräche sind out

In dieser Woche habe er noch letzte Bewerbungsgespräche geführt, informiert Wieland. Ab kommender Woche wolle er alle Interessenten auf die erste Party am 11. Mai verweisen. Ab 18 Uhr könnten diese dann in den Industriehofgarten des Unternehmens kommen und sich bei einem „Live-Event“ mit niedriger Hemmschwelle die entsprechenden Informationen holen – oder einfach nur feiern. Ein sympathisches Auftreten sei die zentrale Anforderung für einen Job bei Mein Event, betont er. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich, denn es gebe eine Anlern-Phase. „Wir wissen nicht, was passiert“, sagt Wieland über die erwartete Resonanz. Es seien weitere Veranstaltungen dieser Art geplant. Zudem investiere Foonax in seiner neuen Kampagne einiges an Geld unter anderem in Internetportale.

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