Speyer Sigl kehrt zurück

RÖMERBERG. Heute Abend, 19 Uhr, herrscht an der Kirschenallee in Mechtersheim wieder einmal Derby-Stimmung. Oberligist TuS Mechtersheim empfängt zum brisanten Vorderpfalz-Duell die Mannschaft von Arminia Ludwigshafen.
Nach fünf aufeinanderfolgenden Niederlagen ergatterte Mechtersheim beim jüngsten Zusammentreffen mit den Ludwigshafenern den ersten Zähler. TuS-Trainer Manfred Schmitt möchte zumindest dieses kleine Erfolgserlebnis wiederholen. „Wir wollen uns zuhause nicht verstecken und auf Unentschieden spielen, sondern peilen den zweiten Saisonsieg an“, sagte Coach Schmitt im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Die „tolle, kämpferisch geschlossene Mannschaftsleistung“ beim 1:2 in Hauenstein, über fast die Hälfte der Spielzeit mit zehn Mann, habe gezeigt, wozu sein Team fähig sei. Dass ein Dreier gegen die starken und favorisierten Gäste nur mit höchster Disziplin, unbändigem Willen und guter Chancenverwertung zu erreichen ist, sei ihm sehr wohl bewusst: „Ludwigshafen hat in den letzten Jahren konstant bewiesen, dass es zu den besten Oberliga-Mannschaften zählt.“ Die Chemiestädter starteten mit einer 2:4-Niederlage bei dem starken Neuling Saar 05 Saarbrücken. Seit vier Partien blieben sie ungeschlagen: 5:0 gegen Betzdorf, 0:0 in Hauenstein, 3:1 gegen Diefflen und 0:0 gegen Pfeddersheim lauten die bisherigen Ergebnisse. Schmitt fehlt der rot-gesperrte Kapitän und Abwehrchef Andreas Brill. Erneut baut er die Vierer-Abwehrkette um. Ob Christopher Hock in die Zentrale rückt, ließ der Übungsleiter offen. Kevin Sigl kehrt nach seinem Platzverweis zurück. Der Einsatz von Marvin Pelzl (Grippe) ist dagegen fraglich. Pascal Derwaritsch hält sich weiter in den USA auf. Die Stimmung im Team sei weiterhin hervorragend, berichtet der Übungsleiter, was auch der gemeinsame Besuch des im Krankenhaus weilenden Sportdirektors Dieter Demmerle belege. Die Jungs sieht er hoch motiviert und konzentriert: „Sie wollen sich endlich für ihren Aufwand belohnen.“ Arminias Spielleiter Markus Impertro spricht von einer gesunden Rivalität beider Klubs, aber auch von einem absolut freundschaftlichen Verhältnis. „Daran wird sich auch künftig nichts ändern, egal wie die Partie heute ausgeht.“ Schließlich könnten beide aufgrund der räumlichen Nähe nur voneinander profitieren. Von seiner Elf erwartet und fordert er nach bisher „nur zwei Dreiern“ den dritten Saisonsieg – nicht, weil er Mechtersheim auf die leichte Schulter nehme oder gar unterschätze, sondern weil er von der Qualität seines Kaders überzeugt sei. Arminia müsse gewinnen, um vorne dranzubleiben. Mit einem Unentschieden will sich Sportchef Impertro nicht zufrieden geben, obwohl die Stammkräfte Jan Rillig, Eric Rehhäußer, Christoph Sauter und Manuel Maier fehlen. (dsch)