Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Siedlerfest Speyer-Nord: Kraftakt nach Neustart erfolgreich absolviert

Siedlerfest Speyer-Nord: Zur Stimmungsmusik von Magic Franz feierten die Besucher im Festzelt am Samstagabend ausgiebig.
Siedlerfest Speyer-Nord: Zur Stimmungsmusik von Magic Franz feierten die Besucher im Festzelt am Samstagabend ausgiebig.

Die Siedlergemeinschaft Speyer-Nord hat den Neuanfang gemeistert: neues Team, neues Gelände, neue Herausforderungen. Das Siedlerfest fand Anklang.

Im Frühjahr hat sich die Siedlergemeinschaft Speyer-Nord personell neu aufgestellt. Den ersten Kraftakt hat die Mannschaft am Wochenende erfolgreich vollbracht. Nur wenige Wochen blieben Zeit, um das Siedlerfest auf neuer Fläche anders zu denken. Die improvisierte Veranstaltung kam bei den Besuchern an.

Seit dem Brezelfestmontag hatte der neue Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, Jürgen Schuster, schlaflose Nächte. An dem Nachmittag löste er mit Hilfe von Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) ein Problem. Das Traditionsfest der Siedler konnte auf dem Hof der Siedlungs-Grundschule geplant werden. „Der Marathon ist da losgegangen“, betonte Schuster am Wochenende im Gespräch mit der RHEINPFALZ.

Das Ergebnis war da zu sehen. Schaustellerbuden, Biertischgarnituren, Zelte, eine kleine Bühne, ein Alleinunterhalter und ein Team voll engagierter Ehrenamtlicher – all das wurde binnen kürzester Zeit organisiert. Froh ist Schuster über die guten Kontakte, die er selbst in den zurückliegenden Jahrzehnten aufgebaut hat, und um die Unterstützung aus der Stadtverwaltung. Vieles habe dafür gesprochen, das Festgelände auf den Schulhof zu verlegen.

„Von der Örtlichkeit her war es im Gesamten für uns einfacher zu handhaben“, sagt die Presseverantwortliche Rita Hagel. Dank der Ferien konnten schon zwei Tage vor der Eröffnung Utensilien vor Ort gebracht und einiges aufgebaut werden. Strom und WC-Anlagen waren gut zu organisieren. Auch das Thema Sicherheit sei in der Form sehr gut zu handhaben gewesen.

„Nachher muss ich noch die Terrorsperren öffnen, dann passt alles“, erklärte Schuster mit Verweis auf die Absicherung der Zufahrt zum Schulhof. Hagel ergänzte: „Ich denke, das Fest hier auszurichten, ist eine gute Lösung, und wir sind guter Hoffnung, dass es gut ankommen wird.“ Erste Erfahrungswerte gibt es bereits dank der adventlichen Siedlung, die mittlerweile ebenfalls auf dem Grundschulhof ausgerichtet wird.

Die ersten Stimmen unter den Besuchern waren positiv. „Alles ist schön aufgebaut und kompakt“, urteilte ein Familienvater, der die Angebote für die Kinder besonders schätzte. Aus früheren Jahren kannten viele das Siedlerfest, das auf dem Kirchvorplatz ausgerichtet wurde. „Es war schön dort, aber man muss sich eben den neuen Vorschriften beugen und das Beste daraus machen“, meinte ein „eingefleischter Siedler“, der sich kurz nach der Festöffnung am Samstag eines der ersten frisch gezapften Biere schmecken ließ.

Unterstützung von außen fand die Siedlergemeinschaft in den Kaiserfunken und in den BIS Baskets, die das Angebot mit Aktion und Gaumenfreuden ergänzten. Vorgesehen ist, mit dem Siedlerfest auf dem Schulhof zu bleiben. „Von der Logistik her ist es für uns gut gelaufen“, meinte Hagel.

Schuster möchte nach dem Fest Bilanz ziehen und im Nachgang bewerten. Eines ist für ihn klar: „Das war eine improvisierte Veranstaltung. Die wird es so nicht mehr geben. Beim nächsten Mal beginnen die Planungen deutlich früher.“ Für Schuster bedeutet das ab heute demnach nicht nur wieder ruhige Nächte, sondern auch den Beginn der Vorbereitungen fürs Siedlerfest 2026.

x