Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel SG ASV Waldsee/FSV Schifferstadt will Titel verteidigen

Montags immer in Schifferstadt: Die Fußballfrauen der SG ASV Waldsee/FSV Schifferstadt im Training.
Montags immer in Schifferstadt: Die Fußballfrauen der SG ASV Waldsee/FSV Schifferstadt im Training.

Neuer Trainer, neue Teamstärke, neue Liga, die Frauen der SG ASV Waldsee/FSV Schifferstadt kehren auf den Platz zurück. Obwohl sie der untersten Klasse angehören, nehmen sie weite Fahrten auf sich. Warum der bisherige Coach aufhört.

Mit einem neue Trainer wollen die Frauen der SG ASV Waldsee/FSV Schifferstadt in der Bezirksliga Süd für Mannschaft mit neun Spielerinnen an alte Erfolge anknüpfen: nicht mehr und nicht weniger als die Titelverteidigung, wie Spielleiterin Cora Kühne im Gespräch mit unserer Zeitung sagte.

Zumindest die oberen Plätze wollen sie wieder angreifen, die Kickerinnen aus Dorf und benachbarter Stadt. Bernhard Grätz heißt der neue Coach, der’s richten soll, bislang im Raum Ludwigshafen auch im Jugendbereich wirkend, ehe Corona das Engagement ins Stocken brachte und der bislang keine Erfahrung im Frauenfußball sammelte: „Er interessiert sich aber dafür“, so Kühne.

Vorgänger Hasenberg

Grätz tritt die Nachfolge von Cedric Hasenberg an, der sich um den Neuaufbau der Abteilung verdient machte, die Werbetrommel rührte, sich nun laut Kühne aber wieder verstärkt der eigenen Laufbahn in der Aktivität der Waldseer widmet. Jeweils zwei Mal Training pro Woche mit zwei Teams an verschiedenen Wochentagen, Frauenspiele normalerweise am Samstag und am Sonntag mit den Männern, das kostet viel Zeit für das Hobby.

So kamen Sascha Jambo und Torwart Tobias Grätz von den Schifferstadtern schließlich auf die Idee mit dessen Vater Bernhard. Nun betreut dieser die Gruppe montags auf dem Gelände der Dreizehner und mittwochs beim ASV: „Auch unsere Heimspiele finden wieder abwechselnd statt“, meinte Kühne.

Flügelspielerin Kühne

Sie schnürt selbst auf dem Flügel die Stiefel und übernahm bei der Spielgemeinschaft in schwerer Stunde während der vorübergehenden Abmeldung vom Kampf um Punkte Verantwortung. 25 bis 30 Fußballerinnen zählt das Aufgebot der SG, teilte Kühne mit. Der Kader kehrte bereits ins Training zurück.

Teilweise über 20 besuchten die Einheiten. Von 16-/17-Jährigen über den Großteil in ihren 20-ern bis zu Älteren reicht die Spanne. Dennoch verzichtete Waldsee/Schifferstadt auf den Aufstieg, um in der Landesliga in herkömmlicher Teamstärke anzutreten. Im Frühjahr feierte die Gemeinschaft noch den Titel in einer Siebener-Liga.

Auftakt auswärts

Die Spielleiterin: „Die Neunerliga ist für uns die perfekte Zwischenliga. Die Elferliga wäre unrealistisch gewesen. Langfristig ist sie natürlich das Ziel.“ Zu groß sei noch der Unterschied, nicht zuletzt bei der Feld- und Torgröße. Auch der regionale Zuschnitt änder sich wieder: aus Vorderpfalz Nord mach Bezirksliga 9er Süd.

Und so startet die SG am Samstag, 7. September (17 Uhr), beim FV Münchweiler im Donnersbergkreis: „Unsere Fahrten sind manchmal schon ganz schön weit.“ Die Dritte des SV Kottweiler/Schwanden aus der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach im Landkreis Kaiserslautern lässt grüßen.

Der Heimauftakt kommt da einem Lokalderby gleich, wenn am Samstag, 21. September (17 Uhr), der 1. FFC Ludwigshafen II auf dem Hartplatz im Neurot aufkreuzt.

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