Speyer
Seppelskasten: Das Alte ist weg, das Neue kommt
Es ist eines der größten Bauprojekte in Speyer. Zwölf Millionen Euro setzt das Gemeinnützige Siedlungswerk (GSW) als kirchliche Baugesellschaft an, um im früheren Bistumshaus 27 Wohneinheiten, zwei Gewerbeflächen sowie eine Wohngruppe für zwölf Jugendliche zu erstellen. Der historische Gebäudeteil des ehemaligen Caritas-Sitzes zur Bahnhofstraße hin kann erhalten bleiben, der an der Oberen Langgasse musste daran glauben und ist seit Dezember abgerissen worden. Nur der restliche Schutt musste in diesen Tagen noch beseitigt werden, wie Christian Rohatyn, Geschäftsführer des Investors, berichtet.
Frühere Ankündigungen, dass der Abriss Mitte Januar abgeschlossen sei, konnten nicht ganz eingehalten werden. Laut Rohatyn ist man aber „soweit wie kalkuliert“. Das auf die Abbruchfirma folgende Hochbauunternehmen sei seit zwei Wochen auf der Baustelle und könne als Erstes im stehen gebliebenen Gebäudeteil, der komplett entkernt worden sei, ans Werk gehen. Zunächst werde ein Aufzugsschacht eingebaut, dann folgten die neuen Wände. Angrenzend werde nach der Abfuhr des Schutts kommende Woche eine Kampfmittelsondierung vorgenommen. Zur Oberen Langgasse hin werde eine Spundwand gesetzt, um den Grund abstützen und mit dem Neubau beginnen zu können. Die Straße bleibt laut Ankündigung bis in den Sommer gesperrt, zumal gegenüber auch die VR-Bank baut.
Bagger für die Tiefgarage
Wie berichtet, wird in ähnlicher Optik wie beim früheren Bistumshaus ein neuer Gebäudetrakt angebaut. „Dessen Keller und die Tiefgarage sind praktisch ein Gebäude“, erklärt Rohatyn. Für die Tiefgarage müsse noch ausgebaggert werden. Dann würden die Außenwände und Stützen errichtet, bevor die Decke draufkomme. Der eigentliche Hochbau wird dann vier Stockwerke umfassen. Wenn alles fertig ist, soll der in Caritas-Zeiten als Parkplatz genutzte Innenhof begrünt werden. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Dieser Tage soll auch die Vermarktung beginnen, für die es laut GSW schon Bewerberlisten gibt.