Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Seniorenstift Bürgerhospital: Erste Corona-Testergebnisse liegen vor

Sieben Bewohner des Seniorenstifts bleiben vorerst bis Sonntag in Zimmerisolation.
Sieben Bewohner des Seniorenstifts bleiben vorerst bis Sonntag in Zimmerisolation.

Nach einem positiven Corona-Fall unter den Mitarbeitern ist das Seniorenstift Bürgerhospital im Mausbergweg für Besucher geschlossen. Der Verdacht einer Infektion habe sich am Montagabend bestätigt, teilte der Träger, die Diakonissen Speyer, am Dienstagabend mit (wir berichteten online). Weitere Mitarbeiter und Bewohner wurden getestet, inzwischen liegen erste Ergebnisse vor.

Sieben Bewohner, die von der infizierten Person betreut wurden, sowie vier weitere Mitarbeiter des betroffenen Wohnbereiches seien mittlerweile auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet worden, teilte Diakonissen-Sprecherin Barbara Fresenius mit. „Bisher liegen uns zwei negative Befunde von den sieben Bewohnern des betroffenen Wohnbereiches vor und ein negativer Befund einer Mitarbeiterin“, so Fresenius am Mittwochnachmittag auf Anfrage. Am heutigen Donnerstag sei mit weiteren Laborergebnissen zu rechnen.

Die infizierte Person sei seit dem Auftreten von Symptomen am 9. Juni in häuslicher Quarantäne. Die sieben Bewohner befinden sich in Zimmerisolation. Diese dauere bis Sonntag, 21. Juni, an. Fallen erneute Tests am Montag negativ aus, könnten Quarantäne und Besuchsverbot am Dienstag aufgehoben werden, so Fresenius.

Federführung bei Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt und die zuständige Dienststelle Landau des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung seien umgehend über die eingeleiteten Maßnahmen informiert worden. Das Landesamt habe die sofortige Schließung des Hauses mit derzeit 106 Bewohnern für Besucher und externe Dienstleister veranlasst.

Laut Fresenius liegt die Federführung für das weitere Verfahren beim Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises. Dieses sehe derzeit keine weiteren Tests in dem Haus vor. „Aufgrund der Sachlage, dass die Kontaktpersonen der infizierten Person einfach und lückenlos nachweisbar waren, wurde vom Gesundheitsamt eine Testung über den betroffenen Wohnbereich hinaus für nicht notwendig erachtet“, so Fresenius.

Keine weiteren Tests

Doch was passiert, wenn ein Bewohner positiv getestet wird? „Solange der Bewohner keine oder leichte Symptome zeigt, bleibt er im Einzelzimmer isoliert und wird unter besonderen Schutzvorkehrungen in der Einrichtung weiter versorgt und regelmäßig medizinisch durch einen Hausarzt betreut“, erläutert Fresenius. Bei ausgeprägten Symptomen oder einer bestehenden Vorerkrankung würde der Bewohner in das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus gebracht.

Im Haus am Germansberg, der zweiten Speyerer Pflegeeinrichtung der Diakonissen, gebe es derzeit weder Verdachts- noch bestätigte Corona-Fälle. Weitere anlasslose Tests planen die Diakonissen in ihren 14 Pflegeeinrichtungen in der Pfalz und im Saarland derzeit nicht. „Bei den bisher durchgeführten flächendeckenden Testungen in Einrichtungen der Diakonissen Speyer wurden keine symptomlosen Fälle entdeckt“, teilt Fresenius mit. Als Träger habe man keinen Grund, „die Sachlage anders als die zuständigen Behörden einzuschätzen und der Teststrategie des Landes nicht zu folgen“. Diese sehe „anlassbezogene Populationstestung“ vor, sobald ein erster Covid-19-Fall auftritt. Die Diakonissen setzten auch auf andere Schutzvorkehrungen. Dazu gehöre eine tägliche Symptombeobachtung und „konsequentes Handeln bei Verdachtsfällen“.

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