Speyer Schwere Geburt für 138 Küken

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DUDENHOFEN. Gestern haben wir einen Ausflug mit Biber-Mama und -Papa gemacht: nach Dudenhofen zum Geflügelzuchtverein. Chef ist Vitali Zimmermann. Er hat uns und mindestens 100 Kindern erlaubt, 138 Hühner-Küken beim Aus-dem-Ei-Schlüpfen zuzuschauen.

„Dass es so interessant ist, hätte ich nicht gedacht“, sagt Marcel (10) und filmt den stundenlangen Kraftakt, den die Hühnerbabys aufbringen müssen, bis sie sich aus der Eierschale befreit haben. Dass es so lange dauert, hätten wir Biber auch nicht gedacht. Annika (9) und Miriam (6) stehen seit 11 Uhr vor dem beleuchteten Glaskasten. Nach Hause wollen die Mädchen nicht. „Nur noch eins, bitte“, fleht Miriam die Eltern an. Ein Küken nach dem anderen krabbelt aus seinem Ei, schüttelt sich und macht vorsichtig die ersten Schritte. „Hühner schlüpfen bei 37,8 Grad und mindestens 70 Prozent Luftfeuchtigkeit“, sagt Maria Bierbrauer. Sie ist gemeinsam mit ihrer Schwester Margareta Eberle die Fachfrau für Brut, Schlupf und Aufzucht des Geflügels. Damit die Osterüberraschung pünktlich gelingt, haben sie Eier vorbereitet, die die Hühner-Mamas vor drei Wochen gelegt haben. „Hühner schlüpfen nach 21 Tagen aus dem Ei“, sagt Maria Bierbrauer. Schlüpfen sagt sie. Dabei ist das eine richtig schwere Geburt für jedes Küken. Das kann man ganz genau beobachten. Stundenlang dauert es, bis die Eierschale so weit geöffnet ist, dass das Hühnerbaby herauskommt. 10.000 winzig kleine Poren in der Schale sorgten dafür, dass die Küken Luft zum Atmen hätten. „Hühner, Puten, Enten und Gänse sind Nestflüchter“, sagt Margareta Eberle. „Deshalb können sie direkt nach dem Schlüpfen laufen und fressen.“ Das können wir besonders gut im zweiten Kasten voller Futter und Wasser verfolgen. In ihn setzen die Schwestern die schwarzen und braunen Küken, die „trocken hinter dem Schnabel“ sind. Sofort beginnen die Babys zu picken. In den ersten 14 Tagen ihres Lebens bekommen die Babys ausschließlich Kamillentee von ihren Besitzern. Danach gibt es auch für sie Wasser zum Körnerfutter. Draußen – vor dem Vereinsheim „Schwarzer Gockel“ – gackern und krähen die gefiederten Eltern um die Wette. „Die Hähne und Hennen rufen nach ihren Hühnerfamilien“, erklärt Margareta Eberle den lautstarken Protest im Hof. Der größte Teil der Verwandtschaft ist in den Parzellen geblieben. Für Hühner sei so ein Ausflug im Käfig immer eine aufregende Sache, sagt Maria Bierbrauer. Auch wenn – wie beim Geflügelzuchtverein – nur ein paar Meter Entfernung zwischen Hühnerhaus und Ausstellungskäfig liegen. Wir Biberkinder haben beschlossen, einen eigenen Hühnerstall zu bauen. Oder Mitglied im Geflügelzuchtverein zu werden. Oder beides. |kya

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