Speyer Schrank übergeben

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Der erste „offene Bücherschrank“ der Stadt Speyer ist in einer kleinen Feier im Kulturhof Flachsgasse gestern Nachmittag der Öffentlichkeit übergeben worden. Der von Bürgermeisterin Monika Kabs geäußerte Wunsch nach der Teilnahme vieler Bürger mit Bücherpaketen unterm Arm ging in Erfüllung: Sowohl viel Publikum als auch viele Bücherpakete waren zu sehen.

Neben der Funktion als „unkonventionelle Außenstelle der Stadtbücherei“, wie Oberbürgermeister Hansjörg Eger den Leiter der Villa Ecarius, Ewald Gaden, zitierte, soll der „offene Bücherschrank“ erinnern an die Bücherverbrennung am 8. Mai 1933 in Speyer. Sie fand nur wenige Meter weiter gegenüber dem Historischen Rathaus statt. „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“, zitierte Thomas Sartingen von der Initiative zur Erinnerung an die Bücherverbrennung Heinrich Heine. Kabs enthüllte den Schrank mit Bettina Gersch vom Freundeskreis der Stadtbibliothek und Diana Leitner vom Freundeskreis der Volkshochschule, die zusammen das Projekt finanziert hatten, und Hans-Jürgen Greve von der Kölner Produktionsfirma. Danach durfte bestückt werden: Das erste „verbrannte“ Buch war „Die Buddenbrooks“ von Thomas Mann . Sergei Woronow begleitete musikalisch mit Klezmerklängen. (adö)

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