Speyer Schneider macht am Ende alles klar

Worms. „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“ Das sangen gestern Abend die ganz in Weiß gekleideten Gäste aus Mechtersheim nach einer im wahrsten Sinne des Wortes heißen Oberliga-Partie im Uwe-Becker-Stadion im Wormser Vorort Pfeddersheim. Hochverdient war dieser 4:2 (3:1)-Erfolg bei den als heimstark geltenden Gastgebern.
Der Sieg hätte klar höher ausfallen können, hing allerdings nach dem 2:3-Anschlusstreffer (66.) von Pfeddersheims Sturmtank Kevin Gotel auch an einem seidenen Faden. Erst in diesen letzten 20 Minuten machten die Gastgeber mächtig Druck, die Gästemannschaft von Trainer Manfred Schmitt bestimmte bis dahin in allen Belangen die Begegnung und führte seit Eric Veths Treffer kurz vor dem Pausenpfiff klar und verdient. „Das was uns letzte Woche gefehlt hat, das war heute da“, bestätigte TuS-Kapitän Thorsten Ullemeyer, der mit dem wegen vielen Verletzungen neu ins Team gekommenen Bojan Custic eine sichere Innenverteidigung stellte. „Wir waren engagierter, galliger.“ Schon früh traf Eric Veth zum 0:1 (4.) per Kopf, beim prompten Gegentreffer von Andreas Buch (9.) sah die Mechtersheimer Abwehr einschließlich Torwart Peter Klug aber zu unentschlossen aus. „Das war heute die richtige Antwort von uns“, betonte Schmitt. „Meine Mannschaft musste im Laufe der Woche viel Kritik von mir einstecken.“ Grund war die 1:2-Heimniederlage vor einer Woche gegen RW Koblenz. „Ich bin super zufrieden“, bestätigte Manfred Schmitt nach diesen schwülen 95 Spielminuten. „Denn die vielen Torchancen, die wir uns erarbeitet haben, waren keine Zufallsprodukte.“ TSG-Trainer Norbert Hess erkannte das gestrige Übel seines Teams: die Abwehrschwäche in der ersten Halbzeit. „Dort haben wir das Spiel verloren.“ Alle Chancen der Mechtersheimer von gestern aufzuzählen, würde den Platz dieses Artikels sprengen. Immer und immer wieder fuhren die Gäste Konter aufs von Bakary Sanyang gehütete TSG-Tor, oftmals in Überzahlsituation. Das erlösende vierte Tor wollte einfach nicht fallen. Erst Alex-ander Schneider, der in der 81. Minute für den vor allem in der ersten Hälfte brandgefährlichen Eric Veth gekommen war, traf zur Entscheidung in der Nachspielzeit. Ebenfalls sehenswert: das 1:2 von Steven Bendusch. „Als nächstes kommt der für uns leichteste Gegner: Hauenstein“, gab Trainer Manfred Schmitt am Ende zu. Gegen den SCH braucht er sein Team nicht extra zu motivieren.