Speyer Scheunendach abgebrannt

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Kurz nach Mitternacht hatten am Mittwoch mehrere Nachbarn, darunter ein Ehepaar, das gerade von einer Geburtstagsfeier zurückkam, Alarm gegeben, weil das Dach der zweigeschossigen Scheune lichterloh brannte. Der Otterstadter Feuerwehr gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. 40 Wehrleute (auch aus Altrip, Waldsee, Speyer und Neuhofen) waren im Einsatz. Die Zufahrt zum Brandherd war für sie in der engen Ringstraße allerdings schwierig, zumal viele Autos am Wegrand geparkt waren. Eine große Hilfe war die Drehleiter der Feuerwehr Neuhofen. Sie ermöglichte es, eine bessere Übersicht zu haben und den Brand von oben zu bekämpfen. Ein Feuerwehrmann mit Atemschutzmaske konnte sich sogar durch den abgebrannten Dachstuhl abseilen, um sich den Brandherd aus der Nähe anzuschauen. Nicht ungefährlich war es für die Wehr, ein Pferd aus dem Stall zu holen. Es wurde lebend, aber mit Brandverletzungen und einer Rauchvergiftung gerettet und in eine Tierklinik gebracht. Als die Scheune, in der rund 400 Ballen Stroh und Heu lagerten, brannte, versprühte sie reichlich Funken in den Nachthimmel und gab Hitze an das benachbarte Wohnhaus ab, an dem Fenster und Rollläden beschädigt wurden. Fast die gesamte Nachbarschaft wurde durch das Feuer aufgeschreckt. Sie hatte 2009, kurz vor Weihnachten, schon einmal Ähnliches in ihrer Nähe erlebt. Damals hatte es in einem Wohnhaus gebrannt. Michael Jaspers, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Waldsee, blieb die ganze Nacht vor Ort und hatte mit seinen Leuten noch Arbeit bis zum Mittag, weil sich im Heu und Stroh noch lange Zeit Glutnester befanden, die aus dem Gebäude geschafft werden mussten. Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die ebenfalls in die Ringstraße gefahren waren, kamen zum Glück nicht zum Einsatz, weil keine Menschen verletzt wurden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf zirka 100.000 Euro. Weil ein unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerk als Brandursache infrage kommt, ermitteln die Beamten und sind für Hinweise dankbar. Zeugen können sich an die Polizeiinspektion Speyer, Telefon 06232 1370 oder E-Mail pispeyer@polizei.rlp.de, wenden. (hoku/rhp)

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