Speyer Schale anpicken ist am schwersten

Emma, Aljosha, Amelie und ihre Großeltern Else und Ottmar Christ warten gespannt, ob weitere Küken aus den Eiern im Brutkasten s
Emma, Aljosha, Amelie und ihre Großeltern Else und Ottmar Christ warten gespannt, ob weitere Küken aus den Eiern im Brutkasten schlüpfen.

Am Samstag war ich im Schwarzen Gockel. Das ist die Gaststätte des Geflügelzuchtvereins in Dudenhofen. Eine Ecke im Nebenraum war frei geräumt worden, damit der Vorsitzende des Vereins, Vitali Zimmermann, zwei Brutkästen aufstellen konnte. In einem davon konnten die Besucher Küken beim Schlüpfen zusehen – sofern sie genug Geduld hatten. „Viele sind schon angepickt“, hat Vitali Zimmermann mir erklärt und mit dem Finger auf die verschiedenfarbigen Eier gedeutet. Er hatte Recht. An den meisten Eierschalen waren schon Risse zu sehen. Das Anpicken sei für die Küken am schwersten, hat er gesagt. Das glaube ich ihm sogar, denn die Schale der Eier ist ganz schön dick für so einen kleinen Schnabel. Zwischen den Eiern hat sich auf einmal etwas bewegt. Ein winziges Küken! „Das ist heute Morgen geschlüpft“, verriet Vitali Zimmermann. Es lag auf dem Rücken und hat noch ziemlich gezittert – obwohl es in dem Brutkasten 37,8 Grad warm war. Sorgen machen musste sich aber niemand. Züchter Zimmermann erklärte nämlich: „Erst einmal ruhen sich die Küken aus, nach zwölf Stunden machen sie ihre ersten Schritte und nach 24 Stunden sind sie topfit.“ Dass die kleinen Hühner ein bisschen Erholung brauchten, haben die vielen Kinder, die mit ihren Eltern ins Vereinslokal gekommen waren, verstanden. Bis zu zwölf Stunden kann es nämlich dauern, bis sie es endlich aus ihrem Ei herausschaffen. Das ist ganz schön harte Arbeit. Fast 30 unterschiedliche Eier hatte Vitali Zimmermann in den Brutkasten gelegt. Die Rassen heißen Tuzo, Sussex, Federfüßige Zwerge, Brahmen und Wyandotten. Ob tatsächlich aus jedem Ei ein Küken schlüpfen wird, konnte er nicht sagen. Spaß hat es jedenfalls gemacht, den flauschigen Tieren zuzuschauen.

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