Speyer Satte und Hungrige

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Römerberg (jmr). Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für Verbandsliga-Primus TuS Mechtersheim: Dank der Niederlage des härtesten Verfolgers SG Rieschweiler am Samstagnachmittag geht die Schmitt-Elf mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung in die Winterpause.

Da war am Samstagnachmittag ganz schön viel los an der Kirschenallee. Während die eigene Elf auf dem Platz beim 4:1-Erfolg über den wenig überzeugenden ASV Fußgönheim wenig Schwierigkeiten bekam (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete), glühten die Drähte im Hintergrund. „Habt ihr schon gehört, Rieschweiler liegt zur Pause 0:3 hinten“, machte das Gerücht vom Rückstand des Rivalen während der Pause die Runde. Ungläubiges Kopfschütteln folgte meist als Antwort. So richtig glauben mochte es erst einmal keiner. Erst kurz vor dem Abpfiff der Mechtersheimer Partie kam die Bestätigung. Und so freute sich Trainer Manfred Schmitt zwar über den Sieg. Aber klar in den Vordergrund der anschließenden Pressekonferenz rückte die Tatsache, dass der TuS Mechtersheim mit fünf Punkten Vorsprung in die Saisonpause geht – eine Art vorgezogenes Weihnachtsgeschenk also. Dass Schmitts Auswahl gleichzeitig Wiedergutmachung für die 1:3-Hinspielniederlage betrieb, geriet wegen der überschaubaren Gegenwehr der Gäste ebenfalls in den Hintergrund. Zu harmlos trat Fußgönheim auf und verzeichnete mit Ronald Kesselrings 35-Meter-Schuss, der eher einem Field-Goal-Versuch im American Football ähnelte, einen einzigen Torabschluss in Hälfte eins. Den Mechtersheimer Strafraum bestaunten die Gäste bis dahin aus respektvoller Entfernung. Umso harscher fiel dann auch die Kritik von ASV-Trainer Jan Kamuf aus, der von einem „Offenbarungseid“ seiner Mannschaft sprach und einen „Umbruch in der Winterpause“ ankündigte. „Mein Team war einfach nicht gierig genug auf einen Sieg“, stellte er fest. Einige Spieler seien zu satt. Die Niederlage hätte in seinen Augen auch höher ausfallen können. Dieses Problem hatte Schmitt nicht. Mit einer insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der kein Akteur wirklich herausragte, erspielte sich der Tabellenführer verdient drei Punkte. Und der TuS-Übungsleiter sah nach eigener Aussage „ein hungriges Team“. Zum eigenen Erfolg gesellte sich die Niederlage des Verfolgers – besser geht’s nicht. Da kann jetzt auch Weihnachten kommen.

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