Speyer Ruhestätte im Park

So soll es einmal aussehen: Gärtnermeister Claus Litz erklärt den Plan des Memoiram-Gartens.
So soll es einmal aussehen: Gärtnermeister Claus Litz erklärt den Plan des Memoiram-Gartens.

«WALDSEE.» Ab Montag werde mit dem Aushub begonnen, dann mit den Pflasterarbeiten. Nicht nur die Ortsgemeinderatsmitglieder, auch einige Waldseer Bürger waren gekommen, die gleich eine Reihe konkrete Fragen an Litz hatten. Der erklärte: Der 600 Quadratmeter große Memoriam-Garten bietet die Möglichkeit der Bestattung in einer gepflegten kleinen Parkanlage, ohne selbst Arbeit mit der Pflege zu haben. Folgende Bestattungsmöglichkeiten sind gegeben: Urnen-Gemeinschaftsgräber, Urnen-Reihengräber, Urnen-Partnergräber für zwei Bestattungen und Erd-Reihengräber für eine oder zwei Bestattungen. Es seien zwei Bauabschnitte vorgesehen. Sollten mehr Erdbestattungen oder Urnenbestattungen als vorgesehen nachgefragt werden, könne man darauf reagieren, so Litz. Grabstätten könnten schon zu Lebzeiten reserviert werden, allerdings müsse ab dem Zeitpunkt schon für die 25 Jahre Nutzungszeit bezahlt werden. Gezahlt wird an die Friedhofsgenossenschaft, die wiederum die Gärtner – im Moment Claus Litz – entlohnt. Wird die Grabstätte nicht sofort benötigt, muss für so viele Jahre weiter bezahlt werden, dass die Ruhezeit 25 Jahre beträgt. Danach ist keine Verlängerung möglich. Die Grabstätten sind individuell gestaltbar. Im Grundpreis ist eine kleine Platte mit Namen und Jahreszahlen enthalten. „Hier wird keiner namenlos beerdigt“, betonte Litz. Innerhalb der Vorgaben können die Angehörigen von den Steinmetzen Helmut Bartholomä und Siegfried Keller auch Grabsteine gestalten lassen. Beide waren beim Spatenstich ebenfalls anwesend. Der Memoriam-Garten wird ökologisch hochwertig, insekten- und bienenfreundlich bepflanzt, so Litz, Angehörige könnten aber kleine Schalen abstellen. Litz selbst ist begeistert von der Idee des Memoriam-Gartens. Der auf dem Schifferstadter Friedhof sei nach knapp zwei Jahren fast vollständig belegt. Sollte sich das in Waldsee abzeichnen, gebe es genügend Fläche für eine Erweiterung, erklärte Beigeordnete Claudia Klein (CDU), die die Idee eines Memoriam-Gartens nach Waldsee brachte und die Verwirklichung vorbereitete, wozu unter anderem auch die Änderung der Friedhofssatzung und die Anpassung der Gebührenordnung gehörten. „Deswegen hat es auch über ein Jahr gedauert bis zum ersten Spatenstich“, so Klein.

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