Speyer
Rudern: Viele Medaillen für RGS
Tim Streib gewann mit seiner Renngemeinschaft im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer. „Das kam schon überraschend“, sagte die Speyerer Trainerin Julia Hoffmann während der Rückfahrt im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Am Montagnachmittag entscheidet das Nominierungskomitee des Deutschen Ruder-Verbandes, was das nun für die anstehenden internationalen Championate bedeutet. „Das ist die große Frage“, kommentierte Hoffmann. Für Streib kam noch Platz vier im Doppelzweier dazu.
„Das war etwas schade. Silber war in Reichweite.“ Schließlich lag das Boot eine Zehntelsekunde hinter dem Dritter, drei hinter dem Zweiten, fünf hinter dem Sieger. Ole Bartenbach holte Silber im Zweier ohne Steuermann und das als einer der Jüngsten, steig er doch gerade in der Altersklasse auf. Auch Steuermann Elias Fabian belegte Rang zwei im Vierer.
Eine kleine Enttäuschung war dagegen laut der Speyererin das Abschneiden von Fabians zuvor 2022 ungeschlagenem Achter, der hinter Berlin/Magdeburg und einem für Hannover startenden Boot mit Ukrainern einkam. Im Laufe der Saison besiegte Fabians Achter die Ostdeutschen schon mal.
Körner fehlen
Hoffmann: „Es haben etwas die Körner gefehlt.“ Der Besatzung steckten die Rennen im Vierer mit, den der RGS-ler zu Silber trieb, und ohne noch in den Knochen. Zudem führte Fabian seinen Männer-Vierer, in dem er kurzfristig einsprang, zu Bronze: „Drei Medaillen sind schon außergewöhnlich. Das war zeitlich stressig.“
Von der größten Überraschung sprach Hofmann allerdings in Zusammenhang mit Maximilian Brills Bronze im Junioren-Doppelzweier: „Es war sehr, sehr spannend. Die ersten Fünf lagen innerhalb einer Sekunde. Es gab ein dramatisches Zielfoto. Sie sind 1500 Meter nebeneinander her gerudert. Das war ein toller Abschluss.“
Frauenvierer mit hin, Frauenvierer ohne her, Jane Elsner zog zweimal ins A-Finale ein, und stieg jeweils als Fünfte an Land. „Im Vierer ohne funktionierte es besser“, meinte Hoffmann. Marlene Neubauers leichter Juniorinnen-Doppelzweier startete forsch, ruderte zur Streckenhälfte auf Silberkurs. Dann wirkte sich der Trainingsrückstand aus.
Die Konkurrenz reichte die Crew auf Position sechs durch: „Sie können mithalten, nur eben noch nicht über 2000 Meter.“ Unter Wert geschlagen sah Hoffmann Leon Gronbachs Junioren-Zweier ohne, der den B-Endlauf mit mehreren Längen Vorsprung gewann: „Da gehören sie eigentlich nicht hin. Da ist noch mehr zu erwarten.“
Die Trainerin bestätigte den gewollten Trend hin zu immer mehr Renngemeinschaften. Organisatorisch sei das nicht immer leicht zu bewerkstelligen, gerade bei jungen Sportlern.
Tradition hat im Verein der Empfang seiner erfolgreichen Sportler, oft schon am Abend nach Ende der Wettbewerbe. Das schied am Sonntag aufgrund der späten Rückkehr aus. Am Montag (20.30 Uhr, Bootshaus am Alten Hafen) ist es wieder soweit.