Speyer
Richtiger Umgang mit Freund Hund
„Kinder sind oft begeistert, wenn sie einen Hund sehen, laufen auf ihn zu und wollen ihn anfassen. Doch dies kann gefährlich sein, denn der Hund könnte beißen“, weiß Nils. Deshalb freut er sich, dass Vorstand und Mitglieder des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Speyer/Dudenhofen, Kindern das richtige Verhalten mit den Vierbeinern beibringen wollen.
Am Dienstagmorgen war es soweit. Die Schüler aus zwei ersten Klassen der Grundschule im Vogelgesang waren dazu auf das Vereinsgelände gekommen, mit dem Bus in den Erlich gefahren und von dort mit ihren Lehrerinnen zum Schäferhundeverein, Richtung Dudenhofen gelaufen. Margarete Lang erklärte den Kindern den Hundesport Agility. Sie lief mit ihnen auf den Platz, auf dem sie die Geräte aufgebaut hatte. „Bei Agility ist der Hund in Bewegung, er rennt, springt über Hindernisse, saust durch den Tunnel und schlängelt sich durch den Slalom.“ Langs Border-Collie-Hündin Cailien setzte dies in die Tat um. Die Kinder staunten, wie schnell und geschickt der Hund diese Aufgaben bewältigte. Dann holte Lang ihren Collie Ares. „Lassie, Lassie“ riefen die Kinder. Der elfjährige Rüde bewies eine Supernase und fand den Futterbeutel, den Markus Götz versteckt hatte. Collie-Hündin Lexa zeigte, dass sie große Bälle schubsen konnte. „Man nennt dies Treibball“, sagte Lang.
Bei der nächsten Gruppe ging es darum, wie ein Hund gebaut ist. Als Beispiel diente Riesenschnauzer-Rüde Cenzo. Die Kinder erfuhren, dass Hunde 42 Zähne haben und dass es deshalb sehr gefährlich ist, dazwischen zu gehen, wenn sich zwei Hunde streiten.
Vorsitzender Willy Münch, seit einem Jahr Lehrer im Ruhestand, konnte als Pädagoge besonders gut mit Kindern umgehen, sorgte bisweilen auch für Ruhe. Inzwischen war Anastasia Chernuva mit ihrem Rottweiler Boy gekommen. Münch erklärte den Kindern, dass sie dem Hund nicht in die Augen schauen sollten, was für alle Hunde gelte. „Immer erst den Besitzer fragen, ob ihr den Hund anfassen dürft. Den Hund dann an der Hand schnuppern lassen und dann erst streicheln, aber immer von vorne, nicht überraschend von hinten“, informierte er die Kinder. Einige von ihnen kannten diese Regeln schon. Zum Schluss durften die Kinder Boy Leckerlies geben. Felisa, Marin, Navid und Markus trauten sich. Die Halterin von Boy sagte den Kindern, dass der Rottweiler zum Schutzhund ausgebildet wird. Das erhöhte sofort noch mal den Respekt vor dem großen, muskulösen Hund.