Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Rauch im Chemiesaal: Speyerer Gymnasium während Abi-Prüfung geräumt

Aufregung während Abi-Prüfung: Nikolaus-von-Weis-Gymnasium Speyer.
Aufregung während Abi-Prüfung: Nikolaus-von-Weis-Gymnasium Speyer.

Schreckmoment am Nikolaus-von-Weis-Gymnasium: Ein Feueralarm unterbricht das Abi. Ausgelöst hat ihn ein verunglücktes Chemie-Experiment. Was heißt das für die Prüflinge?

Ein Feueralarm hat am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr für einen Schreckmoment am katholischen Nikolaus-von-Weis-Gymnasium in Speyer gesorgt. Wie die Feuerwehr am Freitag auf Anfrage mitteilt, sei bei einem „an sich harmlosen Experiment in einem Chemieraum ausnahmsweise etwas mehr Rauch entstanden, als vom Lehrer angenommen“. Dadurch habe die Brandmeldeanlage ausgelöst, das Gebäude musste evakuiert werden. Die Feuerwehr rückte mit einem Löschzug und 19 Einsatzkräften an. Sie konnte jedoch rasch Entwarnung geben: „Es gab keine objektive Gefahr, keine Verletzten und keine Sachschäden“, berichtet der städtische Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Eymann. Einen Zusammenhang mit den Abi-Prüfungen könne er ausschließen.

Während die Schutzmaßnahmen griffen und Schlimmeres verhütet werden konnte, erwies sich der Feueralarm für rund 15 Schülerinnen und Schüler des Nikolaus-von-Weis- sowie des Edith-Stein-Gymnasiums (ESG) als verhängnisvoll: Sie hatten um 8 Uhr in den Räumen des „Niki“ damit begonnen, ihre Abitur-Prüfungen in den dezentralen Fächern Kunst und Latein abzulegen, wie Schulleiter Egbert Schlitz auf Anfrage bestätigt: „Nach der Aufregung konnten wir die Prüfungen nicht fortsetzen.“ Außerdem hätten die Abiturienten während der Evakuierung zusammengestanden, ein Austausch über die Prüfungsinhalte sei somit möglich gewesen.

Abiturienten müssen nachschreiben

Nun müssten die betroffenen Schülerinnen und Schüler die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Wann, stehe noch nicht fest, so Schlitz. Zuerst müssten neue Aufgaben erstellt und vom Bildungsministerium in Mainz abgesegnet werden. Da der Alarm rasch beendet war, konnten die Schüler bald wieder in die Klassenräume zurückkehren – mit positiven Folgen für die Prüflinge in Französisch: „Hier konnte das Abi planmäßig ab 9 Uhr beginnen und normal ablaufen“, erläutert der Leiter des „Niki“, das ebenso wie das ESG von der Gemeinnützigen St. Dominikus Schulen GmbH in St. Ingbert getragen wird.

„Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde und dass die Räumung des Gebäudes reibungslos funktioniert hat“, betont Schlitz. Schüler wie Lehrer seien zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. Auch der Feuerwehr-Chef ist mit dem Ablauf des Sicherheitsprotokolls sehr zufrieden. „Objektiv gesehen bestand keine Gefahr“, sagt Eymann: „Der Rauchmelder hat einfach nur seinen Job gemacht, auch wenn es in diesem Fall gar kein Schadensfeuer gab.“ Eine Schülerin hingegen zeigt sich am Folgetag immer noch geknickt. Bei der ausgefallenen Prüfung sei ihr Lieblingsthema drangekommen, sie habe sich Chancen auf eine gute Note ausgerechnet, bedauert sie. Nun hoffe sie auf eine ähnlich vielversprechende Themenkonstellation beim Nachholtermin.

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