Speyer Radweg in der Lindenstraße: Planänderung
Die Planung rund um einen neuen Radwegabschnitt sind Teil der Großbaustelle am Kreisverkehr Lindenstraße/Paul-Egell-Straße. Aktuell verläuft der Fahrradweg in der Lindenstraße über rote Pflastersteine. Er sollte ursprünglich zurückgebaut und per Schutzstreifen auf die Straße verlegt werden. Weil jedoch die Kosten für den Rückbau stiegen, lehnte der Stadtrat den nötigen Tausch der roten Pflastersteine später ab.
Zunächst hatte die Verwaltung alternativ vorgeschlagen, künftig zwei Radwege auszuweisen. Die Maßnahme befinde sich jedoch „in kontinuierlicher Evaluierung und Prüfung“, weshalb sich nun Änderungen ergeben hätten, teilt die Stadt mit. Der Seitenraum mit den roten Pflastersteinen soll demnach künftig doch kein Radweg mehr sein, „da diese Flächen nicht mehr den geltenden Regelwerken entsprechen“. Der Radverkehr werde daher per Schutzstreifen auf die Fahrbahn verlegt. Heißt: Radler dürfen künftig nicht mehr auf dem früheren Radweg der roten Pflastersteine fahren. Lediglich für Kinder – bis acht Jahre verpflichtet, bis zehn Jahre möglich – sei das weiterhin gestattet.
Seitenraum in Kurve verjüngt
An jeder Einmündung der Lindenstraße soll ein Verkehrsschild auf den Fußgängerweg hinweisen. Ob weitere Schilder als Hinweis auf das Radfahrverbot installiert werden können, werde derzeit ebenfalls geprüft. Um zusätzlich benötigten Platz für den Radfahrschutzstreifen zu schaffen, sei der Seitenraum in der Kurve zwischen St.-Markus-Straße und Marxgärtenstraße verjüngt worden.
Weil das Pflaster nicht getauscht wird, verringern sich die Kosten der Bauarbeiten laut Stadt um rund 120.000 Euro. „Jedoch ist noch die Frage der rechtlichen Haftungslage bezüglich des Verbleibens der roten Markierung abzuklären, da diese, wie im Rat ausgeführt, seitens der Verkehrsordnung eigentlich entfernt werden müsste.“ Noch ist die Kostenverringerung also vorläufig. Es sei abzuwarten, inwieweit Verkehrsteilnehmer durch das rote Pflaster fehlgeleitet würden. „Zudem wird die Haftungsfrage bei etwaigen Unfällen weiterhin geprüft“, heißt es seitens der Stadt.