Speyer Rückkehr nach Speyer immer eine Überlegung wert

Namhafter Gegner: David McCray (links) kämpft mit Ludwigsburg gegen Bayern Münchens Anton Gavel.
Namhafter Gegner: David McCray (links) kämpft mit Ludwigsburg gegen Bayern Münchens Anton Gavel.

«Ludwigsburg.» Kürzlich setzte es eine Niederlage. Aber das war die erste für David McCray und die Bundesliga-Basketballer von den MHP Riesen Ludwigsburg nach vier Siegen am Stück. Die RHEINPFALZ hat mit dem gebürtigen Speyerer über seine Ziele und eine mögliche Rückkehr zu den Speyerer BIS Baskets gesprochen.

Bei der denkbar knappen 99:100-Niederlage bei den Braunschweiger Löwen war McCray zum Zuschauen verdammt. Gut einem Monat laboriert der Bruder von Footballer Daniel McCray an einem Haarriss im Mittelfuß und befand sich im Reha-Training. Doch die Ludwigsburger fanden in die Erfolgsspur und der 32-Jährige aufs Feld zurück. Anders als etwa im Fußball spielen die Basketballer ohne Winterpause, allein im Dezember standen mit Liga und Champions League insgesamt sechs Spiele auf dem Programm. Vor seiner Verletzung stand McCray, der auf der Position des Point Guard, also des Aufbauspielers agiert, in fünf Liga-, vier Champions-League-Spielen und einer Pokalpartie auf dem Feld. Aktuell belegt er mit den Ludwigsburger Riesen einen Play-off-Platz. „Wir hatten ein schweres Auftaktprogramm gegen gute Mannschaften und mussten auch zehn neue Spieler integrieren“, sagt McCray im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Ziel sei es in jedem Fall, wieder in die Play-offs zu kommen. Das schafften die Ludwigsburger in der vergangenen Runde als Tabellendritter, scheiterten erst im Halbfinale an Alba Berlin. McCray: „Letztes Jahr war die erfolgreichste Saison hier im Verein.“ International in der Champion League wird’s schwieriger. 2003 verließ David McCray die BIS Baskets Speyer. Ein knappes Jahr später gab er für BG Karlsruhe sein Bundesliga-Debüt. In Ludwigsburg spielt McCray nach Stationen in Bonn und Quakenbrück seit 2015. Bereits von 2007 bis 2012 lief der Speyerer für die Schwaben auf. Damals hieß der Verein noch EnBW Ludwigsburg. Zu seinen über 400 Bundesliga-Partien sollen auf jeden Fall noch weitere hinzukommen: „Ich würde gerne noch ein paar Jahre in Ludwigsburg spielen. Meine Frau und ich fühlen uns hier sehr wohl“, berichtet er. Aber auch einer Rückkehr zu den Wurzeln nach Speyer ist er prinzipiell nicht abgeneigt, auch wenn aktuell nichts Konkretes geplant sei: „Ich würde das nicht ausschließen. Immer, wenn ich in der Nordhalle bin, um ein paar Körbe zu werfen, treffe ich Gerd.“ Gerd ist Gerd Kopf, Manager von Erstregionalliga-Tabellenführer Morgenstern BIS Baskets Speyer. Auch der Kontakt zur Mannschaft aus der Domstadt sei vorhanden: „Ich kenne Trainer Carl Mbassa gut. Mit Tim Schwartz und Albert Kuppe habe ich früher zusammengespielt. Ich wünsche den Jungs, dass sie den Aufstieg packen. Das würde ich ihnen wirklich gönnen.“ Auch für die Zeit nach seiner aktiven Laufbahn verfolgt McCray Pläne, kann sich vorstellen, hauptamtlicher Jugendtrainer in Ludwigsburg zu werden. Den entsprechenden Schein besitzt er schon. Aber aktuell gilt die volle Konzentration erst einmal der restlichen Saison.

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