Speyer Protestaktion gegen sexualisierte Gewalt in Speyer geplant
Speyer setzt ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt: Am Samstag, 20. Juni, ruft der Frauennotruf zu einer öffentlichen Protestaktion in der Innenstadt auf. Sie bildet den Abschluss der Aktionswoche „Speyer sagt Nein! zu Gewalt gegen Frauen und Kinder“, die ab 13. Juni läuft. Schon am Tag zuvor findet eine Mitmachaktion statt.
Den Protest organisiert der Frauennotruf Speyer gemeinsam mit Unterstützerinnen und Kooperationspartnerinnen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Den Auftakt bildet um 11 Uhr eine Kundgebung am Geschirrplätzel. Nach einer eröffnenden Rede von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) werden in kurzen Redebeiträgen verschiedene Perspektiven auf sexualisierte Gewalt vorgetragen. Anschließend zieht die Demonstration durch die Maximilianstraße. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Picknick im Domgarten. Dabei ist das Mitbringen von Messern und anderen scharfen Gegenständen verboten.
Für mehr Sensibilität werben
Mit der Protestaktion möchte der Frauennotruf auf sexualisierte Gewalt als gesellschaftliches Problem aufmerksam machen und ein sichtbares Zeichen für Solidarität mit Betroffenen setzen. Gleichzeitig soll für mehr Sensibilität im Umgang mit dem Thema sowie für notwendige gesellschaftliche und politische Veränderungen geworben werden.
„Wir erleben gesellschaftlich gerade wieder verstärkt antifeministische Entwicklungen und Angriffe auf Gleichstellung und Schutzräume“, erklärt Nina DeGeorge, Mitarbeiterin des Frauennotrufs Speyer und Versammlungsleiterin der Demonstration. „Umso wichtiger ist es, öffentlich sichtbar zu machen: Sexualisierte Gewalt ist kein privates Problem einzelner Menschen, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Dagegen wollen wir gemeinsam auf die Straße gehen.“
Im Vorfeld der Veranstaltung lädt der Frauennotruf zu einem offenen gemeinsamen Plakate-Gestalten im Eckpunkt am Freitag, 12. Juni, ab 18 Uhr ein. Außerdem werden noch Menschen gesucht, die die Demonstration als Ordner unterstützen möchten.