Speyer Presslufthammer auf der Radrennbahn

91-88113295.jpg

Wenn die Witterung es nicht verzögert, wird sich die 250-Meter-Betonpiste der europaweit bekannten Radrennbahn des Radfahrervereins Dudenhofen im Frühjahr 2017 verändert präsentieren.

In dieser Woche begann eine Presslufthammer-Kolonne der Schifferstadter Baufirma Heberger mit dem Abriss des 1992 aufgebrachten Bahnbelags. Der Verein ist zuversichtlich, nach der Abnahme des für Radbahn-Zertifikationen zuständigen Architekten Ralph Schürmann (Münster) schon einige Zeit vor der nächsten Pfingsttournee auf der neuen Piste trainieren zu können. Die Gesamtmenge der bis zu drei Zentimeter tief herausgebrochenen Stücke des porös gewordenen Bahnbelags geben der für die europaweite Ausschreibung zuständige Vereinsarchitekt Johannes Derwaritsch und Firmenprojektleiter Jörg Eisenhuth mit 120 Tonnen an. Dem Abtransport dieser Pistenbrocken folgt die Untergrundbearbeitung per Hochdruck-Wasserstrahl. Dies soll in vier, fünf Wochen so weit abgeschlossen sein, dass der neue Bahnbelag oder Estrich aufgebracht werden kann. Doch damit wird die Renovierung der „Badewanne“ nicht beendet sein. Es folgen die Verbreiterung des Sicherheitsstreifens unterhalb des blauen Bandes der Rennstrecke von zwei auf vier Meter und die Veränderung des Bahn-Innenbereichs, wo unter anderem ein den ehemaligen Tennisplatz halbseitig umgebendes Geländer entfernt wird. Außerdem wird die Absicherung des Treppenzugangs auf vier Meter erhöht, die aus durchsichtigem Material bestehen wird. Ob die BMX-Strecke im Bahn-Innern belassen werden kann, ist laut Rennorganisator Dieter Landry fraglich. Gesamtkosten der Renovierung: etwa 750.000 Euro. Dafür auf kommen der Sportbund, das Land, der Rhein-Pfalz-Kreis, die Ortsgemeinde und zu fünf Prozent der Verein. | wk

x