Speyer „Positive Reaktionen“

Nein, heute nicht. Aber die vergangenen Tage beim Kulturbeutel-Festival. Wie sind Sie zum Ehrenamt gekommen? Durch meine Tochter. Sie spielt in der Jugendtheatergruppe mit, und es wurden immer Leute gesucht, die mithelfen. Ich habe mich für das Theater und die Menschen interessiert, wollte aktiv sein und mithelfen. Was fällt für das Amt an – welche Aufgaben, welcher Zeitaufwand? Während des Kulturbeutel-Festivals war ich hauptsächlich am Ausschank tätig – ich habe an vier Tagen jeweils drei bis sieben Stunden mitgeholfen. Haben Sie ein besonderes Talent dafür, das gewisse Etwas? Ich würde es nicht als Talent bezeichnen, aber mir macht der Umgang mit den Menschen Spaß, sich auszutauschen, der kurze Small-Talk und die Scherze über die Theke. Man sieht dann die positiven Reaktionen und die Freude der Menschen. Wann geht Ihnen das Herz auf? Mich freuen die positiven Reaktionen der Gäste, und auch mal ein Lob und die Wertschätzung. Und wann platzt Ihnen der Kragen? Mich ärgert es ein wenig, wenn es manchen Gästen nicht schnell genug gehen kann, sie ungeduldig sind und sich nicht dessen bewusst sind, dass wir Ehrenamtliche, keine Gastronomie-Profis sind. Sie tun etwas für andere – wie kann man denn Ihnen helfen? Ich würde mich freuen, wenn sich mehr Menschen ehrenamtlich engagieren. Ohne freiwillige Helfer würde vieles nicht funktionieren. So können die Vereine ihre Aktivitäten weiterführen. Es ist eine Bereicherung für die Gesellschaft – fiele das weg, würde die Lebensqualität abnehmen. Und bleibt an den Wochenenden auch Zeit für etwas anderes? Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie, gehe ins Theater, Kino, wandere und schwimme oder schaue Fußball. Zur Person Klaus Weber, 50, Chemikant, als Helfer beim Kulturbeutel-Festival ehrenamtlich tätig. Seit vier Jahren ist er zudem im Pfälzerwald-Verein Helfer bei der Bewirtung. | Interview: Narin Ugrasaner