Speyer
PM-International: Mit Produkten für Sportler zum Rekordergebnis
Die Teilnehmer erfahren, dass die Firma immer weiter gewachsen ist. Und lernen, was Extremsportler Achim Heukemes und Siebenkämpferin Carolin Schäfer gemeinsam haben. Drahtig, energisch, motiviert – so sind Heukemes und Schäfer auf den Fotos zu sehen, die PM-Vorstand Patrick Bacher (50) im Versammlungsraum im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes an die Wand projiziert hat. Sie stehen für mehr als 1000 Elitesportler, die die Produkte des Unternehmens für Gesundheit und Fitness mit dem Label „Fitline“ nutzen. So erzählt es Bacher den Teilnehmern der Veranstaltung „Wirtschaft erleben“ der Volkshochschule Speyer und der Wirtschaftsförderung der Stadt.
Der in Südafrika geborene Manager, der als Achtjähriger mit seiner Familie nach Ludwigshafen kam, ist mit PM beruflich gewachsen. Nach der Schule suchte er einen Job, um mit dem selbst verdienten Geld zu Hause ausziehen zu können. Bacher fand ihn bei PM-International. Die Firma war damals gerade in Limburgerhof gegründet worden.
Ziel ist weiteres Wachstum
Bacher ging mit nach Frankenthal, wo dem Unternehmen jedoch der Platz zu klein wurde. Speyer bot eine ausreichend große Fläche. 2004 wechselte der Groß- und Außenhandelskaufmann vom Be- zum Vertrieb. Den Bau des zweiten Verwaltungsgebäudes, der Lagerhallen zwei, drei und – der noch größeren – Nummer vier an der Hofweide erlebte Bacher hautnah mit. Der Jahresumsatz von PM hat 2024 den Rekordwert von 3,25 Milliarden Euro erreicht. Ziel für 2025 ist ein weiteres Wachstum von 15 Prozent.
„Wir haben über 70 Patente angemeldet bei 70 Produkten“, erklärt Bacher. Konzeptionell habe man sich ein wenig an anderen Unternehmen orientiert. So habe man sich bei Aldi abgeschaut, immer ein Produkt aus dem Sortiment zu nehmen, sobald ein neues erscheint, erläutert der Vorstand. Mit fremden Federn will sich Bacher jedoch nicht schmücken. „Die Produktion ist nicht unsere Kernkompetenz“, erklärt er den Besuchern. PM lasse herstellen, von Partnern, die verlässlich seien. In der Logistikhalle sehen die Teilnehmer der Abendveranstaltung – geführt von Simon Reber, Innendienstleiter im Vertrieb – das Ergebnis: Regale voller Ware. „Bei uns ist alles ,made in Germany’“, sagt Bacher über den „Stempel“, den jedes Produkt für Gesundheit, Schönheit und Fitness trägt.
„Walk of Fame“
Auch wenn das Unternehmen weltweit in sogenannten „Headquarters“ agiere: Speyer sei für die Firma der Nabel der Welt, betont Bacher. Davon zeugt auch der „Walk of Fame“, der zum Haupteingang führt. Partner, die mit dem Konzern eine Million Euro Umsatz bewegen, sind dort namentlich verewigt worden. PM sei ein „Global Player“, auch „World Vision“ genannt, sagt Bacher. „Und wir wollen mit unseren Produkten auch etwas zurückgeben“, merkt er weiter an. So unterstütze die Firma weltweit 6600 Patenkinder.
Für den städtischen Wirtschaftsförderer Mario Daum ist PM-International „eines der tragenden Unternehmen in Speyer“. 2250 Firmen gibt es in der Domstadt insgesamt. Daum freut er sich über die vielen Teilnehmer der Veranstaltung und sieht sich darin bestätigt, „dass es wichtig ist, die Wirtschaft vor Ort erlebbar zu machen“. Die Reihe in Kooperation mit der VHS soll fortgesetzt werden.