Speyer
Pläne für neue Wohnungen bei Sterngarten und Mausberg
Debatten könnte es zum Beispiel über die Neugestaltung der Kreuzung von Schwerdstraße, Landauer Straße und Karolingerstraße vor der Gewo-Zentrale geben, sagte OB Stefanie Seiler. Das Projekt hat von der Stadt die „Priorität C“ erhalten und würde sich damit hinter vielen A- und B-Projekten einreihen. Vor allem die CDU habe dort einen möglichst frühen Umbau gefordert, so Seiler. Dieser sei zwar denkbar, dafür müssten dann allerdings andere Projekte verschoben werden.
Als neues Projekt nannten Seiler und Fachbereichsleiter Robin Nolasco die Aufwertung des Schulplätzels unter anderem mit Sitzmöglichkeiten. Die Idee sei bei einer Ortsbegehung geboren wurden. Anlieger aus der Roßmarktstraße hätten ihre Unterstützung zugesagt. Auch weitere Plätze stehen mit hoher Priorität auf der Liste. Für den Heinrich-Lang-Platz in Nord nannte Nolasco Arbeiten an den umliegenden Straßen 2023 und am Platzbelag selbst 2024 als realistisch. Für den Feuerbachpark sei in diesem Jahr eine erste Planungsstudie und 2024 die Umgestaltung geplant. Seiler kündigte dazu einen Dialog mit den Anliegern und den möglichen Wegfall weiterer Parkplätze an. Der Melchior-Heß-Park komme 2022 planerisch und 2024 baulich an die Reihe.
So läuft’s am Postplatz
Der Postplatz werde in den Jahren ab 2026 umgebaut, so die aktuelle Planung der Stadtverwaltung. Alle Daten seien aber von der Entwicklung auf dem Bausektor abhängig, so die Oberbürgermeisterin: „Es ist ein Arbeitsportfolio ohne großen Krisenstand.“ Die steigenden Preise machten sich auch für die Stadt bemerkbar und könnten mit Blick auf die Haushaltslage Anpassungen erfordern. Dem Umbau vorgeschaltet werde beim Postplatz ein zweijähriger Verkehrsversuch mit Durchfahrtsbeschränkungen in der Bahnhof- und Gilgenstraße sowie ein Gestaltungswettbewerb. Mögliche Änderungen im Straßenbild kündigte Seiler für den Bereich Kleine Pfaffengasse an, wo „die Zuwegung vom Dom zum SchUM-Weltkulturerbe hochwertig gestaltet“ werden solle.
Konkretisiert hat die Stadtverwaltung ihre Planungen zu größeren Wohnbau-Projekten. Bei der Entwicklung des Bereichs im Sterngarten solle 2023 „mit hoher Priorität der Projekteinstieg gelingen“. 150 Wohneinheiten könnten hier in einem derzeit gewerblich genutzten Areal ab der Franz-Kirrmeier-Straße entstehen. 0,7 Hektar sollten zu einem Mischgebiet entwickelt werden. Betrieben, die umziehen oder sich vergrößern wollen, müssten Alternativen aufgezeigt werden. Seiler und Nolasco kündigten Gespräche mit den Eigentümern an. Es gehe um eine wichtige Verbindung zwischen den neuen Wohnungen am Rhein und der Innenstadt – ein Projekt für mehrere Jahrzehnte.
„Gute Rahmenbedingungen“
Wieder neu in den Blick rücken werde 2022/23 auch die Fläche neben der Salierschule im Mausbergweg. Hier war in der Vergangenheit Reihenhaus-Bebauung geplant und wieder abgeblasen worden. Nolasco sieht die Fläche prädestiniert für ein Modellprojekt im Bereich gemeinschaftliches oder soziales Wohnen. Sie war zuletzt auch der Initiative „Buntspecht“ schmackhaft gemacht worden, die lieber auf dem Normand-Sportplatz gemeinschaftliches Wohnen entwickelt hätte.
Deren anfängliche Skepsis habe sich teilweise gelegt, so Seiler: „Sie zeigt Interesse.“ Es handle sich um eine exzellente Lage: „Es gibt in Speyer nur noch wenige Flächen mit so guten Rahmenbedingungen.“
