Speyer
Pfälzer Künstler stellen im Kulturhof aus
Die Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Kunst beziehungsweise Pfälzer Künstler war bereits im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zu sehen. Jetzt wird sie bis zum 22. Januar in Speyer gezeigt. Im Frühjahr wandert die Jubiläumsausstellung weiter nach Berlin in die rheinland-pfälzische Landesvertretung.Andere Räume, andere Wände, andere Anordnung. Dem Betrachter begegnet die APK in Speyer ganz neu. Den „alten Meistern“ Hans Purrmann, Max Slevogt und Albert Haueisen ist das Kabinett in den Räumen des Speyerer Kunstvereins vorbehalten. Die originalen Landschaftsölgemälde sind Leihgaben der Stadt und zeigen, wie und aus welcher Perspektive die Künstler die Pfalz betrachtet und festgehalten haben.
80 Pfälzer Künstler im Alter zwischen 30 und mehr als 80 Jahren haben sich mit jeweils einer Arbeit an der Jubiläumsausstellung beteiligt. Beim Gang durch die Räume von Kunstverein und Städtischer Galerie begegnet dem Betrachter die ganze Vielfalt gegenständlicher, gestischer und abstrakter Malerei, Fotografie, Druckgrafik, Plastik, Skulptur, Installation oder Radierung. Benjamin Burkhards großformatige „Erlösung“ war nicht Teil der Kaiserslauterer Ausstellung, ist demzufolge erstmals in Speyer zu sehen. Die eindrucksvolle Szene gibt Raum für vielfältige Interpretation zwischen Hoffnung und Tatkraft.
Die Langlebigkeit des Vereins
Als Phänomen bezeichnet APK-Vorsitzender Stefan Engel die Langlebigkeit des Vereins „in einer Welt, die auf Individualisierung starrt“. 1922 zunächst als Dachverband für Pfälzer Kunst gegründet hätten sich Künstler und 27 Vereine in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, berichtet er über die Anfänge. 1933 habe sich die APK aus politischen Gründen aufgelöst und sei 1948 als „Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler“ wieder ins Leben gerufen worden. Seit 1954 wird der Pfalzpreis von der APK ausgelobt.
Aktuell hat die APK rund 140 Mitglieder, von denen sich weit mehr als die Hälfte an der Jubiläumsausstellung beteiligen. 56 Künstlerinnen und 78 Künstler bilden demnach derzeit die APK. Der Vorstand besteht nach Angaben Engels aus jeweils vier Frauen und Männern sowie der Speyerer Künstlerin Andrea Niessen als Aspirantin.
Katalog liegt vor
Zum 100-jährigen Bestehen hat die APK einen Katalog herausgegeben, der am Eröffnungstag der Speyerer Ausstellung für 20 Euro erworben werden kann. Danach gibt es ihn für 25 Euro in der Ausstellung und direkt bei der APK unter info@apk-kunst.net oder per E-Mail unter mail@engelstefan.de.
Info
Zu sehen vom 11. Dezember bis 22. Januar in den Räumen von Kunstverein und Städtischer Galerie, Kulturhof Flachsgasse Speyer. Geöffnet Donnerstag bis Sonntags von 11 bis 18 Uhr. An den Feiertagen 24. bis 26. Dezember sowie am und 31. Dezember und 1. Januar ist geschlossen. Eröffnung ist morgen, 11 Uhr. Zur Einführung spricht APK-Vorsitzender Stefan Engel.
Es stellen aus: Roland Albert, Rosel Anton, Uta Arnhardt, Nicole Bellaire, Evelyn Blaich, Wolfgang Blanke, Ulli Bomans, Artur Bozem, Monika Bozem, Ingo Bracke, Natascha Brändli, Peter Brauchle, Jürgen Braun, Thomas Brenner, Benjamin Burkhard, Ottfried Culmann, Stefan Danecki, Bernd Decker, Karl-Heinz Deutsch, Alexandra Deutsch, Wolfgang Diehl, Martin Eckrich, Stefan Engel, Ursula Faber, Christine Fischer, Stefan Forler, Klaus Fresenius, Jochen Frisch, Wolfgang Fritz, Hans-Heinrich Fusser, Ralph Gelbert, Manfred Graf, Klaus Martin Hartmann, Jörg Heieck, Petra Hübel, Gabriele Jahnke, Anne Janoschka, Petra Jung, Harald-Alexander Klimek, Erika Klos, Dirk Klose, Fabian Knöbl, Sigmar Kratzin, Dieter Kühn, Franz Leschinger, Charlotte Litzenburger, Edelgard Lösch, Reiner Mährlein, Marita Mattheck, Jutta C. Matzdorf, Petra Meckel, Sigbert Merx, Engelbert Müller, Andrea Niessen, Ulrich Oberst, Daniel Odermatt, Elke Paffmann, Manfred Plathe, Meike Porz, Felix Redlingshöfer, Bärbel Rothhaar, Silvia Rudolf, Katharina Rumpf, Erich Sauer, Martin Schöneich, Oliver Schollenberger, Michael Seyl, Brigitte Sommer, Anne-Marie Sprenger, Horst Steier, Angelica Steinmacher, Matthias Strugalla, Cordula Wagner, Irmgard Weber, Manfred Weihe, Hedda Wilms.