Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Ortsturnier beim ASV Waldsee

Zeit genommen: Schiedsrichter Luca Francesco Weber beim Spiel SPD (rot) gegen SG Lieberampool (blau).
Zeit genommen: Schiedsrichter Luca Francesco Weber beim Spiel SPD (rot) gegen SG Lieberampool (blau).

Der ASV Waldsee entwickelt sein Ortsturnier immer weiter. Es fehlt aber an vielen Stellen das Personal. Und mit der Zeit geht der Verein auch.

Faire Spiele, keine Verletzungen, gute Stimmung – alles beim Alten geblieben ist beim Hallenortsturnier des ASV Waldsee am Wochenende. Fast: Nachgebessert hat der Verein bei Modus und Technik. Ob der Ball 2025 noch zwei Tage lang rollt, ist fraglich. „Wir sind mit der Beteiligung der Mannschaften an sich sehr zufrieden“, resümiert Thomas Hauser aus dem Turnierleitungs-Quartett der zurückliegenden Tage im Gespräch mit unserer Zeitung.

17 Teams meldeten, stattliche Zahl, aber: „Die Traditionsvereine fehlen.“ Genau darum, so Hauser, gehe es aber beim Ortsturnier. Namhafte Größen wie die UNO, die Feuerwehr oder die TG nehmen inzwischen nicht mehr teil. Spielermangel, wie Hauser anmerkt. Mit dem kämpfen die Mannschaften 2023 auch und zwar konkret am Sonntag.

Schiedsrichter gesucht

Das ist nur einer der Gründe, weshalb der ASV Veränderungen anstrebt. „Wir überlegen, das Turnier auf einen Tag zu beschränken“, sagt Hauser. Fest stehe noch nichts, außer die Tendenz. Dass die in mehrfacher Hinsicht Sinn ergibt, benennt der Aktive an einem weiteren Beispiel: die Unparteiischen. „Es wird zunehmend schwieriger, Schiedsrichter zu finden“, erklärt Hauser auf Nachfrage.

Zwei habe der ASV schnell engagiert. Bei den anderen dauerte die Suche länger. Parallel zum Ortsturnier laufen Aktiven-Wettbewerbe, die für lizenzierte Schiris attraktiver und mit Vergütung verbunden seien. Außerdem sei der organisatorische Aufwand generell groß: Sechs Unparteiische für zwei Tage brauchte der Verein am Wochenende.

Waldsee verkürzt Pausen

Das gleiche gilt für den Einsatz von Erste-Hilfe-Teams vor Ort, für die Helfer der ersten und zweiten Mannschaft, für die Mannschaften, deren Fans. Um die Verweildauer in der Halle zu erhöhen, änderte der Klub diesmal den Spielmodus. „Wir spielen in vier Gruppen und haben eine Zwischenrunde eingebaut“, informiert Hauser.

Die Pausen reduzieren sich dadurch. Trotz der Veränderung zeige sich, dass das Turnier gut an einem Tag durchzuziehen sei, inklusive Spielerparty im Anschluss, meint Hauser. In die Überlegungen zur Komprimierung will er die Teams bei den Planungen fürs kommende Jahr einbeziehen. Diesmal gaben sie an zwei Tagen alles im Rahmen der spielerischen Möglichkeiten.

Pokal für Schobbeklobber

Der Partnerschaftsverein Ruffec setzte schon in der Gruppenphase Maßstäbe. In keinem Spiel unterlagen die Frankreichfreunde. Das änderte sich in den harten Endkämpfen. In denen dominierten die Schobbeklobber. Sie holten auch den Turniersieg und den Wanderpokal. Positiv für alle: das neue mediale Turniersystem.

Per QR-Code kann sich jeder an jedem Ort zu jeder Zeit über die aktuellen Spielstände informieren. „In der Vergangenheit haben wir alles immer handschriftlich gemacht“, denkt Hauser zurück. Erleichterung verschaffte sich der ASV mit der digitalen Variante. Einzig offen bleibt, ob aus zwei eins wird. Für die Vorbereitung bekommt der Verein ein Jahr Zeit.

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