Speyer „Obelisk“: Noch keine Klarheit über künftigen Standort des Kunstwerks

Bleibt vorerst im Hinterhof des „Residenz“-Hotels: Cortenstahl-Kunstwerk „Obelisk“.
Bleibt vorerst im Hinterhof des »Residenz«-Hotels: Cortenstahl-Kunstwerk »Obelisk«.

Wird die Monumentalskulptur „Obelisk“ vom Hinterhof des Hotels „Residenz am Königsplatz“ in der Ludwigstraße in den öffentlichen Raum verlegt? Zu dieser SPD-Anregung gab es im Bauausschuss noch keine Entscheidung. Die Stadt könnte sich auch etwas anderes vorstellen.

Udo Zapf (SPD) warb im Ausschuss nochmals für eine Versetzung des 7,50 Meter hohen Kunstwerks neben den Kreisel Lindenstraße. „Obelisk“-Künstler Fred Feuerstein habe diesen Platz kurz vor seinem Tod im September inspiziert und sei einverstanden gewesen. Die Skulptur aus den 80er-Jahren wieder in die Öffentlichkeit zu bringen, sei dem Maler und Bildhauer ein wichtiges Anliegen gewesen.

Robin Nolasco, zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus, brachte eine andere Möglichkeit ins Gespräch: den Obelisken an Ort und Stelle zwischen Ludwig- und Heydenreichstraße sowie Großer Sämergasse zu belassen und wieder zum Teil des „Skulpturengartens“ zu machen, wie es ihn früher schon gab. Dieser beginnt in der Sämergasse am Parkplatz der Interessengemeinschaft Behinderter und ihrer Freunde (IBF), ist allerdings nicht mehr komplett zugänglich und wird offensichtlich unzureichend gepflegt. Laut Nolasco soll die Anlage ein besseres Erscheinungsbild und eine bessere Erschließung erhalten – auch auf andere Skulpturen dort bezogen.

Kulturausschuss wird einbezogen

In Bezug auf die Verlagerung des Obelisks zeigte sich der Stadt-Verantwortliche skeptisch. Sie würde Kosten im fünfstelligen Bereich mit sich bringen, so Nolasco. Für die einbetonierte und bis zu zwei Tonnen schwere Skulptur wäre ein Kran-Einsatz mit zu versichernden Risiken notwendig. Neben dem Kreisverkehr zwischen Lindenstraße und Hess-Park als eher abgelegenem Bereich drohe darüber hinaus Vandalismus. Nun soll der Kulturausschuss nochmals über das Thema diskutieren.

Einige Fürsprecher gab es für eine Privatinitiative, die im Fall einer Verlagerung des Obelisken der Stadt die Kosten abnehmen könnte. Widerspruch gab es für Nolascos Einschätzung, das Kunstwerk gehöre Feuersteins Erben: Es könnte auch an das Hotel übergegangen sein. „Keine Priorität, keine Haushaltsmittel“, so Beigeordnete Irmgard Münch-Weinmann (Grüne) über einen möglichen Abtransport der Cortenstahl-Figur.

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